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Albumrezension: Adele x „25“

Bild: ©XLRecordings Beggars Group

Wie kann man riesigen Erwartungen an neue Alben überhaupt gerecht werden? Gar nicht, das hat Adele erkannt. „Ich werde wohl für immer an meinem letzten Album gemessen werden, das kann ich wohl nicht ändern. Ich hoffe dennoch, den Leuten gefällt mein neues Album“. Der Beitrag im heutigen Frühstücksfernsehen, aus dem dieser Satz stammt, war wohl gemerkt eineinhalb Minuten lang und bestand aus diesen zwei Sätzen von Adele und ansonsten nur aus Bildern von musikhörenden Passanten sowie ein paar Schnipseln des „Hello“ Videos. Allein daran merkt man, wie relevant und interessant sie noch immer ist und das man die Veröffentlichung ihres dritten Albums „25“, wenn auch nur in eineinhalb Minuten mit jeder Menge Füllmaterial, erwähnen muss. Und das trotz ihrer „Oldschool-Pause“, wie ihre Abwesenheit in der Öffentlichkeit in selbigem Beitrag genannt wurde. „Oldschool“, das steht unter anderem auch für altmodisch und die Meldung dass „25“ weder auf Spotify noch Apple-Music als Stream zur Verfügung gestellt wird, kann man als altmodisch bezeichnen. Oder man findet sich damit ab, dass Adele Laurie Blue Adkins das scheißegal sein wird.

Wie ist „25“ also? Es ist Pop. Es ist Balladenpop („Hello“, „When We Were Young“), Pianopop („Remedy“), Gitarrenpop („Million Years Ago“) oder auch ein wenig düsterer Gospelpop („River Lea“ – übrigens produziert von Danger Mouse). Natürlich dürfen auch die Radiokracher wie „Send My Love (To Your New Lover)“ oder Pop-Perlen wie „Water Under The Bridge“ mit „Wohohoho“- Part im Refrain nicht fehlen.

Aber egal welcher Song: Er wäre natürlich nichts ohne Adeles weiterhin grandioser Stimme und den Einfluss persönlicher Erlebnisse der vergangenen Jahren, sei es die Geburt ihres Sohnes oder die Zweifel ob sie es als Mutter nochmal in die Charts schaffen würde. Letzteres hatte sie ja gegenüber Damon Albarn geäußert , der sie daraufhin mehr oder weniger als Memme dargestellt hatte. Ob Damon einfach nur ne neidische alte Gurke oder Adele wirklich ne Memme ist? Auch das ist, und da bin ich mir sicher, Adele scheißegal.

“Hello”

„When We Were Young (Live at The Church)“

„25“ ist heute erschienen

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  • Siegmar
    20. November 2015 at 15:41

    die Songs sind so klasse, ich bin begeistert

  • Phillip
    20. November 2015 at 19:10

    Kein Spotify, lächerlich!!

  • Horst
    20. November 2015 at 22:16

    Das Album ist sicher toll und Adele mag ich sehr, aber ohne Spotify und Napster ist es wirklich schade 🙁

  • Michael
    20. November 2015 at 23:58

    Die Entscheidung, das Album nicht zu streamen, mag zunächst altmodisch erscheinen. Dabei ist das mittlerweile für populäre Neuerscheinungen in den ersten Monaten gar nicht so unüblich. Davon abgesehen möchte ich einfach nur nochmal erinnern, dass Kunst keine Dienstleistung ist. Wir haben keine Forderungen zu stellen.

  • Jan Who
    21. November 2015 at 12:22

    Richtig Michael!

  • Horst
    21. November 2015 at 12:26

    Natürlich hat Michael recht, nur was, wenn man gar keinen CD-Player mehr hat? Eine Zwischenlösung würde ich da schon ganz flott finden – meinetwegen eine Kaufoption bei Spotify!

  • Jan Who
    21. November 2015 at 14:30

    iTunes? Smartphone? Laptop? Tablet? Das CD Player Argument ist schon längst keines mehr 😉 Ich hab auch keinen

  • Horst
    21. November 2015 at 16:07

    @Jan die Leute, die mit nem Handy Musik hören, kann ich ehrlich gesagt nicht verstehen und nerven mich in der U-Bahn! 😀

  • Die Woche auf Horstson – 47/2015 | Horstson
    22. November 2015 at 13:47

    […] Albumrezension von Adele’s „25“ gab es pünktlich am Freitag. Zwei Clips packte er hier direkt noch mit drauf. 3) Am Donnerstag kam Peter mit Geschenkideen von Hermès um die Ecke: Ist […]