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Advertising Standards Authority verbietet Kampagne von Gucci

(Bild: Glen Luchford/ Gucci)

… leider etwas zu spät, denn die Kampagne läuft nicht mehr.
Aber von Anfang an: Am 15. Dezember letzten Jahres war auf der Homepage der TIMES ein Clip von Gucci zu sehen, in dem ein darin gezeigtes Model „ungesund dünn“ aussehe – so zumindest die Meinung der britischen Werbeaufsichtsbehörde „Advertising Standards Authority“ (ASA). Das Model – zu sehen am Ende des Clips – trug ein langes Kleid, sodass nur Unterschenkel, Knöchel, Hals und Kopf sichtbar waren. Die ASA bewertete das Verhältnis zwischen Oberkörper und Arme als unpassend. Durch die Pose würde der Oberkörper optisch verlängert und ihre Taille akzentuiert werden, sodass das Model zu dünn wirkt. Der Schatten um die Augen würde hingegen das Gesicht hager machen. Insgesamt zog die ASA also den Schluss, dass der Clip unverantwortlich sei und zukünftig nicht mehr gezeigt werden darf. Das hätte Gucci sicher auch ohne das Urteil nicht mehr gemacht, denn es handelt sich um eine Kampagne zur Cruise-Collection 2016.

Gucci entgegnete, dass sich die Kampagne an ein „ein älteres, anspruchsvolles Publikum“ richte und dass der Clip bewusst auf der Seite der TIMES ausgestrahlt wurde. Auch erklärte Gucci, dass es ein subjektiver Eindruck sei, ob ein Model „ungesund dünn“ aussieht. Das Model sei sicherlich schlank, aber es hat sich zum Beispiel auch kein Knochen abgezeichnet. Okay, das hätte man auch durch das Kleid nicht sehen können, aber ich sehe das ähnlich – insbesondere dann, wenn man sich den Clip zur Cruise Collection anschaut, sieht man zwar jede Menge dünne Models, aber „ungesund dünn“ sieht dort keiner aus, oder?

Gucci Cruise 2016 | The Director’s Cut

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  • Martina
    8. April 2016 at 13:25

    Zu dünn ist sie sicher nicht, das sind eher die männlichen Models im Video 😉

  • thomas
    8. April 2016 at 16:33

    Was ich persönlich viel schlimmer als die, ja, zu dünnen Models finde, ist die „tolle und ausgelassene“ Gemeinschaft, die diese jungen Menschen miteinander teilen…eine öde Party-Stimmung wird da gezeigt?! Alle im eigenen Kosmos, wie in Trance versunken…
    Zum Glück bleibt die Kollektion aber individuell, einzigartig und weltoffen – egal wer drinsteckt, egal in welchem Umfeld dargestellt!

  • Sebastian
    8. April 2016 at 21:59

    „…eine öde Party-Stimmung wird da gezeigt?! Alle im eigenen Kosmos, wie in Trance versunken…“
    Ich stimme Thomas zu.

    Wer in den 90er seine Zeit an einer Kunsthochschule verbracht hat, hatte diese Art der Party mehrmals
    in der Woche. Ich finde den Film nicht besonders originell. Ich hatte viele, viele Nächte, die genau so waren
    und die Leute auch genau so aussahen, wie in dem Film. Für mich ein Deja-vu.

  • thomas
    8. April 2016 at 23:28

    Du Armer! Wo musstest du dich nur rumtreiben damals!?

  • Stephan Meyer
    14. April 2016 at 23:27

    Yeah, I wouldn‘ wanna be there, definately not. And I definately would not want to know the people either :-))