Foto: Courtesy of Barbour
Der britische Sommer ist ein meteorologisches Konzept von bemerkenswerter Flexibilität. Er kann warm sein, nass, windig – oder alles gleichzeitig. Wer ihn überlebt, braucht vor allem eines: Kleidung mit Humor.
Barbour versucht sich für Frühjahr/Sommer 2026 erneut an diesem nationalen Paradox. Die Marke aus South Shields, seit Jahrzehnten Teil der britischen Outdoor-DNA, präsentiert eine Kollektion, die den Sommer nicht idealisiert, sondern so nimmt, wie er ist: wechselhaft.
Die Zutaten sind vertraut. Leichte Schichten, moderne Tartans, lockere Silhouetten mit Blick ins Markenarchiv. Dazu Festival-taugliche Stücke wie gemusterte Kurzarmhemden, grafische T-Shirts, Bucket Hats und – für die weniger romantischen Momente – Gummistiefel und ein wasserabweisender Poncho. Wer schon einmal drei Stunden auf einer britischen Festivalwiese gestanden hat, weiß: Das ist weniger Stilfrage als Überlebensstrategie.
Auch die klassischen Jacken werden sommerlicher interpretiert. Atmungsaktivere Materialien, leichtere Konstruktionen, aber weiterhin mit dem vertrauten Tartanfutter unter Kragen oder Manschetten. Heritage bleibt, nur eben in einer Version für Temperaturen über zehn Grad.

Foto: Courtesy of Barbour
Im Grunde entwirft Barbour damit kein modisches Statement, sondern ein realistisches Szenario: lange Tage draußen, spontane Wochenenden, ein Himmel, der sich ständig umentscheidet.
Der britische Sommer mag unberechenbar sein. Aber zumindest die Garderobe scheint vorbereitet.

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