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22. Januar 2011

Paris Fashion Week

Korsettgeschnürte Hosenbeine – Alex Mabille Men FW11

Um euch auf diesen gleichermaßen begabten wie originellen Designer (aus Lyon stammend) einzustimmen, zeigen wir 39 Sekunden Werbung für einen weißen Männerslip. Nur ein Model in Unterwäsche, das sich sinnlich in den Laken räkelt …

Noch keine 35 Jahre alt ist der Herr der Fliegen und dennoch schon ein alter Hase als Designer. Alex Mabille hat schon 1997 sein Examen als Couturier und Modedesigner an der Ècole de la Chambre Syndicale de la Couture Parisienne bestanden. Dort lernte er, wie man Stoff drapiert und Falten plissiert. Es ist bis heute hin eine klassische Ausbildung an dieser Schule, bei der fast alles von Hand gemacht wird. Nur zwei Wochen nach dem bestandenen Examen hatte er an der Seite von John Galliano seinen ersten Job bei Christian Dior. Mit seinem Wunsch, die hohe Schneiderkunst alltagstauglicher zu machen, steht Alexis Mabille für eine neue Generation Pariser Modemacher. Was Alex Mabille entwirft, das zeigte auch die nunmehr präsentierte Kollektion für den kommenden Winter, das beinhaltet all das Wissen und handwerkliche Können der gut Ausgebildeten. Er geht damit aber spielerisch um und kreiert einen jungen, leicht rockigen aber auch klassischen Look. In dem Sinne wie auch Outfits von Vivienne Westwood, John Gallianos und Alexander Mc Queens oft zu Klassikern im Kleiderschrank wurden, obwohl sie auf den ersten Blick vollkommen verrückt wirkten. Alex Mabille verkauft nach Amerika, China, Deutschland, Großbritannien, Russland und Japan. Zu seinen prominenten Kunden zählen Mick Jagger, Sean Lennon und die Burlesque-Tänzerin Dita Von Teese, die auf der Bühne schon mal nur mit einer Fliege von A.M. bekleidet in einem übergroßen Martiniglas badet.

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Allgemein

Ready To Wear – Hugo by Hugo Boss FW11

Um es gleich vorweg zu nehmen: Meine Lieblingsentwürfe sind der dezent Schwarz-Dunkelblau in sich karierte Anzug am besten Männermodel in der Hugo Show, ein Roter Pulli und ein ebenfalls Rotes Strickkleid mit dicken Zöpfen. Für mich lautete das heimliche Motto der mit Neugier erwarteten ersten Hugo Kollektion von Eyan Allen „in sich gemustert“. Und zwar vorwiegend Schwarz in Schwarz. Gezeigt wurden fast architektonisch streng und gut geschnitten wirkende Kleidungsstücke, mit denen der Großstadtindianer im kommenden Winter garantiert nichts falsch machen kann. Mutig daran sind nur die in dieser Saison anscheinend unvermeidlichen Hochwasserhosen. Die machen auch bei Boss kurze Beine – man muss das verkürzte Hosenbein also tragen können. Die Sakkos sind klassisch-schmal geschnitten und sitzen gut. Schade, dass man beim Betrachten der Kollektion wahre Deja-vu-Anfälle bekommen konnte… hat man das alles nicht schon mal von Boss gesehen?

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