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Unterwegs in Südfrankreich

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„Salut week-end“, an diesen Spruch habe ich mich bereits nach ein paar Arbeitswochen in Frankreich sehr gut gewöhnen können. Kaum wird der Freitag eingeläutet, schmiede ich Pläne, recherchiere Routen und Mietwagen. So war ich in den letzten Wochen bereits in Albi und Carcassonne unterwegs (den Beitrag gibt’s hier zum Nachlesen) und habe meine Laufeinheiten nach Ax-les-Thermes verlegt (den Beitrag gibt’s wiederum hier zum Nachlesen). Heute nehme ich euch mit an die Küste, nahe der spanischen Grenze wurden Collioure und Port-Vendres unsicher gemacht. Feierabend, das Auto ist gepackt und für gewöhnlich gibt es noch hektisches „was-packe-ich-ein“-Gezeter meinerseits, bevor es wirklich losgehen kann. Doch diesmal ist der eigentliche Inhalt zweitrangig, denn im Fokus meiner Betrachtung liegt das farbenfrohe Reisegepäck von ESPEROS.
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Leichte Brise, gutes Wetter samt Seafood-Platte – Den Kurzurlaub habe ich gemeinsam mit meinem Freund geplant, der in regelmäßigen Abständen von Hamburg aus vorbeischaut und damit etwaigen Heimwehmomente vorbeugt. Geschlafen wird in der benachbarten Touristenhochburg Argelès-sur-mer. Unser Hotel? Schlicht, günstig und doch: gut! Bei Sonnenschein sind wir erst einmal zum Strand spaziert und haben uns anschließend auf dem Markt des kleinen Städtchens Collioure treiben lassen. Für alle, die in nächster Zeit planen, in die südlichste Ecke Frankreichs zu fahren: Es lohnt sich definitiv ein Besuch am Sonntagmorgen, auf dem kleinen Platz im Zentrum geht es zu dieser Zeit hoch her… Keine lästigen Fallen für desillusionierte Ausländer, kein Ramsch und nur regionale Waren – Hier habe ich mich rundum wohl gefühlt und fiel mit meiner Kamera auf wie der bunte Hund. Es wanderten Gewürze, Käse, Aufschnitt und sogar Tonteller in meinen orangefarbenen „Brick Classic“-Testrucksack von ESPEROS.
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Im Anschluss an den Marktbesuch lohnt sich zudem eine Besichtigung der historischen Hafenmauer, selbst bei Wind und (schlechtem) Wetter unglaublich schön. Der Blick auf die Festung des Küstenörtchens ist unbezahlbar, auch mit meiner Mutter war ich schon einmal vor ein paar Wochen hier. Zum Mittagessen sind wir zum benachbarten Fischerhafen Port-Vendres gefahren, mit dem Auto keine fünf Minuten entfernt und trotzdem architektonisch verschieden. Hier ist alles etwas rauer, die Fassadenabwicklung authentischer und man bekommt zu unschlagbaren Preisen den besten Fisch der Gegend. Wir haben uns für eine riesige Seafood-Platte entschieden, die mit Austern, Muscheln und Riesengarnelen en masse versehen war. Bevor ich jedoch nur noch übers Essen berichte (mich beschleicht immer mehr das Gefühl, dass das savoir vivre Frankreichs mit gutem Käse und co. zunehmend auf mich abfärbt), kommt hier ein kleiner Informationseinschub über die teilenswerte Idee hinter ESPEROS und die beiden Testobjekte:
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Die Taschenmarke wurde 2012 von Oliver Shuttlesworth in Austin, Texas gegründet und hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine zeitlose, moderne Kollektion anzubieten und gleichzeitig eine nachhaltige Lösung für die Probleme der Kinder in Entwicklungsländern zu finden. Den Ansatz fand ich schon beim ersten Durchlesen der Pressemitteilung interessant und so kam ich bei einem Treffen in der letzten Saison mit den Verantwortlichen ins Gespräch: Der Name bezieht sich auf die Wortherkunft esperar, was im Spanischen soviel wie Hoffnung bedeutet. In Kombination mit dem dezenten Zusatz carry hope, wirkt das Logo alles andere als aufdringlich und passt sich dem Gedanken des Gründers an: Nicht groß klotzen, sondern lieber durch Taten wirken. Mit jeder verkauften Tasche ermöglicht ESPEROS nämlich ein Jahr Schulbildung für Kinder in Entwicklungsländern, z.B. über nobelity.org. Aktuell ist die amerikanische Taschenmarke eine Kooperation mit der Titus Dittman-Stiftung „skate-aid“ eingegangen, beim Kauf einer Auswahl von Modellen wird eine festgelegte Summe als Spende in „skate-aid“-Projekte weitergeleitet – wie der Name schon verrät, wird, verständlich ausgedrückt, Kindern in Krisengebieten mit der Förderung von sportlicher Aktivität eine gewissen Hoffnung auf vier Rollen ermöglicht.
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Ich finde den Ansatz äußerst lobenswert und musste daher keine Sekunde zögern, als mir ein Testtragen angeboten wurde. Ich habe mich dabei für die klassische old school-Variante im Orangeton entschieden und dazu noch den „Copenhagen Weekend Warrior“ mit ausgewählt. Mir gefällt die Farbkombination sehr gut und für einen kurzen Moment fühle ich mich wie kurz vor dem Pfadfinderurlaub. Die Taschen selber sind gut verarbeitet, robust und auch nicht-chic-tauglich. Nicht, dass ihr mich falsch versteht: Diese Umschreibung ist durchweg positiv gemeint, weil ich auf Reisen und Wochenendtrips nichts weniger vermisse, als ein elegantes Täschchen, das bei jedem Abstellen Kratzerängste auslöst. Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Modelle auch noch in ein paar Jahren mit durch die Gegend getragen werden können und mit ordentlich Patina vermutlich noch besser aussehen. Bevor ich jetzt aber, neben meinen immerwährenden Essensschwärmereien, auch noch in die Zukunft abschweife, zeige ich euch lieber ein paar Aufnahmen der Taschen…

Was haltet ihr von den Modellen und kanntet ihr das Unternehmen schon vorher?

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  • Siegmar
    16. März 2016 at 16:37

    Da wäre ich jetzt auch gerne, schöner Artikel

  • Die Wochen Auf Horstson – KW 11 Und 12/ 2016 | Horstson
    28. März 2016 at 15:38

    […] uns rein. 2) „Salut week-end“ – Julian meldete sich von seinem Exil in Frankreich zu Wort. 3) Wer bei „Tutti Frutti“ nur an die Erdbeere Elke Jeinsen, an die Zitrone Stella Kobs […]