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Taschengeschichte

(Dior „Caro“; Bild: Pol Bari)

Eine der Frauen, die Christian Dior liebte, war Mitzah Bricard. Einem Ausruf seiner Muse ist der Name eines Duftes zu verdanken: Der Legende nach betrat Diors Schwester den Raum, während ihr Bruder Christian mit Bricard über den Namen für den Duft nachdachte; „Ah, Miss Dior!“, sagte seine Muse, und der Modeschöpfer antwortete „Miss Dior: das ist der Name für mein Parfum!“
„Miss Dior“ gilt bis heute als der Inbegriff der Pariser Eleganz und ist ein Synonym des Esprits von Dior. So jung und beschwingt wie am ersten Tag mit dem Selbstbewusstsein und dem Bekenntnis zum Feminismus der modernen Frau.
Doch wie das immer so bei Legenden immer so ist, ist die Wahrheit um den Ursprung des Namens nicht gesichert. Sinn würde es ergeben: Die Beziehung von Dior zu seiner Schwester galt als äußerst eng.
Catherine Dior inspiriert das Modehaus noch heute – so widmete Maria Grazia Chiuri, Kreativdirektorin bei Dior, die Frühjahr-Sommer 2020 Ready-to-wear-Laufstegkollektion Catherines Leidenschaft für Blumen. Catherine – von Dior liebevoll „Caro“ genannt – lieferte auch die Idee für die neue Tasche des Luxusunternehmens.

Eine Tasche ist naturgemäß mehr als genähtes Leder: Nachdem die einzelnen Teile aus Kalbsleder gefertigt werden, erfordert allein der aufwendige Steppvorgang der „Caro“ 18.700 Stiche, um das geometrische Cannage-Webmuster zu reproduzieren. Auf die auf links zusammengesetzte Tasche wird schließlich ein „Christian Dior“-Goldsiegel angebracht, bevor sie auf ihre Außenseite gedreht wird. Im nächsten Schritt werden Metallaccessoires, wie Kettenglieder und Verschluss, mit dem „CD“-Schriftzug versehen.
Erhältlich ist „Caro“ in zwei Größen, in zeitlosen Farben wie Schwarz, Grau, Beige und Elfenbein, Himmelblau, Mintgrün und Rosa.
„Miss Dior“ gilt bis heute als einer der Meilensteine der Duftgeschichte. Vielleicht gilt „Caro“ in einigen Jahrzehnten als Meilenstein der Taschengeschichte – „Tian“, wie Catherine Dior ihren Bruder nannte, würde es sicher gefallen …

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