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„Peter Lindbergh: Dior“ – das letzte Buch des Fotografen

(Peter Lindbergh. Dior; Bild: Taschen Verlag)

Als Peter Lindbergh noch gar nicht Peter Lindbergh war, sondern noch Brodbeck mit Nachnamen hieß, wendete sich weg von der Malerei und hin zur Fotografie. Der Fotograf Hans Lux lässt ihn bei sich assistieren. Ein Schritt, der die Namensänderung nach sich zog: „Es riefen öfter Leute im Atelier an und sagten freundliche Dinge wie „Ich schlag dir die Fresse ein“. Hans Lux fragte mich, was machst du denn für Sachen? Du bist doch eigentlich ein netter Kerl! Da stellte sich heraus, dass es bereits einen Fotografen namens Brodbeck gab, der überall Schulden hatte“, wie Lindbergh 2011 im lesenswerten Interview mit Christoph Amend im ZEITmagazin erklärte.
Lindberghs wahre Berufung nimmt seinen Gang. 1978 wagte er dann den entscheidenden Schritt nach Paris und womit auch eine enge Beziehung zum Haus Dior begann.

Peter Lindberg fotografierte die Musen des Hauses, darunter Marion Cotillard und Charlize Theron, und realisierte mit seinem unverwechselbaren Stil Kampagnen für die Parfums Lady Dior und J’Adore.
Aus dieser Freundschaft zum Haus Dior entstand die Idee, die siebzigjährige Geschichte des Hauses und das Brodeln des Times Square in New York in einem Buch zusammenzufassen: „Peter Lindbergh. Dior“

Das Ergebnis ist, das kann mit Fug und Recht behauptet werden, elektrisierend und unbedingt sehenswert: nicht zuletzt wegen der 80 Kleidern, die über den Atlantik nach New York verschifft wurden.
Dort angekommen, inmitten der Hektik am Times Square, inszenierte Peter Lindbergh zum Beispiel das Model Alek Wek im makellosen Bar-Kostüm von 1947, jenem Ensemble, das den frühen Stil des Hauses definierte. Klassische „Lindbergh-Schönheiten“ wie Saskia de Brauw, Karen Elson und Amber Valletta bewegen sich durch Menschenmassen und unter Gerüsten hindurch, spiegeln sich in Gebäudefassaden – gekleidet in Haute Couture, die Christian Dior noch von Hand fertigte, bis hin zu neueren Entwürfen von Maria Grazia Chiuri.

„Peter Lindbergh. Dior“ ist auf zwei Bände ausgelegt und ist im Taschen-Verlag erschienen.
Band eins von „Peter Lindbergh. Dior“ enthält 165 bislang unveröffentlichte Bilder, dazu eine Einführung von Martin Harrison. Der zweite band von „Peter Lindbergh. Dior“ würdigt Lindberghs langjährige Verbundenheit mit dem Pariser Modehaus.

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