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New York: The PRADA Iconoclasts 2015 by Michael Wilkinson & Tim Martin

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Foto: Ricky Zehavi

PRADA ist nicht nur seit Jahrzehnten für spektakuläre Kollektionen bekannt, sondern auch für das Kunst-Engagement mit der Fondazione PRADA. So hat vor drei Jahren der Dialog zwischen PRADA und Schiaparelli in New York für Gesprächsstoff gesorgt, und im letzten Jahr die „Pradasphere“-Ausstellung im Londoner Kaufhaus Harrods gezeigt, dass PRADA in allen Facetten zu einer Art Gesamtkunstwerk wird. Mitinhaberin Miuccia Prada ist das kulturelle Engagement äußerst wichtig und hat für sie den selben Stellenwert wie das Mode- und Accessoires-Business.
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Foto: Ricky Zehavi

Bei PRADA werden selbst die Schaufenster der Flagshipstores in den Metropolen der Welt zur Kunstbühne – erst vor wenigen Wochen berichteten wir über die Schaufensterinstallation „Corners“ von Martino Gamper. Da Miuccia Prada ihre Inspirationen gern aus Filmen oder Bühnenstücken entleiht und ihre Looks zum Teil theatralische Anklänge haben, will sie auch andere mit ihren Kollektionen inspirieren, aus ihnen Neues zu schaffen. Ganz aktuell verwandelt sich aus dieser Idee heraus noch bis zum 19. Februar der New Yorker Flagshipstore in ein PRADA-„Epicenter“.
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Foto: Ricky Zehavi

„The PRADA Iconoclasts“ nimmt die Sprache und die DNA des Hauses auf, um eine Inszenierung zu schaffen, die nicht nur den Mythos PRADA beschwört, sondern als Grundlage dafür die Frühjahrskollektion nimmt, um sie zu einem völlig neuen Thema zu verwandeln. Die New Yorker Kostümbildner Michael Wilkinson und Tim Martin schaffen eine eindrucksvolle Inszenierung, die den Abschluss der legendären Disco-Zeiten um 1979 zitiert. Es war eine Zeit, die einen Umbruch signalisierte, als sich die fulminante Disco-Ära und das legendäre Studio 54 langsam auflösten. Nie wieder gab es danach ein so spektakuläres Nachtleben und eine Zeit, die so den „Tanz auf dem Vulkan“ symbolisierte, wie New York Ende der Siebziger.
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Fotos: Ricky Zehavi

Wilkinson und Martin beschreiben die Idee hinter „The PRADA Iconoclasts“ so:

Miuccia Prada’s Spring/Summer 2015 collection inspired us to imagine a party to end all parties. The end of disco. An After Party for New York’s most elite, the most avant-garde, a place where people strut and swagger, uptown meets downtown, celebrity meets street style. Each character is an individual, each is a non-conformist, each parties like it’s 1979. No one wants to leave, because, if they do, the fantasy will vanish.”

Vielleicht ist das auch der Grund, warum diese Zeit immer noch einen ganz besonderen Reiz ausmacht – als am 04. Februar 1980 die vorerst letzte Party im Studio 54 gefeiert wurde, ist gleichzeitig die Fantasie für immer gegangen …
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Fotos: Ricky Zehavi

Die PRADA-Looks, Fashion Items und Accessoires so aufgerührt, neu zusammengesetzt und im neuen Kontext dargestellt, lassen einen neuen, verblüffenden Blick auf die Kollektion zu. Alltagsmode wird durch „The PRADA Iconoclasts“ zum Traum und eine Zeit, die uns alle fasziniert, wird neu entdeckt.
Eine spektakuläre und wunderbare Installation von Michael Wilkinson und Tim Martin, bei der wir hoffen, dass ein Buch erscheint, um das, was nur kurz sichtbar ist, noch mal in Ruhe im Detail angeschaut werden kann.

The PRADA Iconoclasts – Studio 54 lebt!

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  • blomquist
    17. Februar 2015 at 10:44

    Klasse Deko, die würde ich gerne live sehen…

  • Siegmar
    17. Februar 2015 at 15:38

    Ganz, ganz toll , Laden, von Rem Koolhaas für Prada entworfen, selbst ist schon sensationell mit dieser Dekoration “ der Hammer „

  • Objekt der Begierde – Die Prada Patch Brocade Tote | Horstson
    19. Februar 2015 at 13:58

    […] gefiel uns schon im letzten September sehr gut, doch durch die Iconoclasts-Inszenierung, die jetzt in New York zu sehen ist, bekommt sie neue Facetten. Plötzlich rücken Teile in den Vordergrund, die anfangs gar […]