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Man(n) horche

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Noel Lee; 80er Jahre; Bild: Monster

Neuland IFA – Letzte Woche habe ich erstmals meine Technikkenntnisse aufgefrischt und bin anlässlich der Internationalen Funkausstellung in die Hauptstadt gereist. „Monster“-Gründer Noel Lee hatte zum geselligen Abend geladen, warum also nicht vorbeischauen?
Nach anfänglicher Skepsis (meine Technikaffinität beschränkt sich auf das Steckerziehen bei Viruswarnungen), hatte ich einen sehr schönen Abend und habe wieder allen Erwartens das ein oder andere über die Zukunft und Vergangenheit der Musik- und Technikbranche gelernt. Ein kurzer Überblick: Noel Lee, eines der Urgesteine der Musikbranche, gründete 1979 in San Francisco das Unternehmen „Monster Cable Products“ und macht mittlerweile um die 500 Millionen US-Dollar Umsatz pro Jahr. Klar, hierbei handelt es sich um Schätzwerte, jedoch habe ich nicht schlecht gestaunt, dass es sich noch immer um ein Privatunternehmen handelt …
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Noel Lee; 80er Jahre; Bild: Monster

Weltweiten Anklang hat Lee mitunter wegen der Kopfhörer-Kooperation „Beats by Dr. Dre“ gefunden, ich glaube jeder von uns ist den markanten Modellen schon einmal im Alltag begegnet. Die Kooperation mit dem gleichnamigen Rapper Dr. Dre ist zwar mittlerweile beendet, Apple hat das „b“ zuletzt für überschaubare drei Milliarden US-Dollar übernommen, das Steckenpferd Kopfhörer aber definitiv nicht beiseite gelegt. Unzählige Modelle wurden an jenem Abend ausgestellt und glänzten wahlweise unifarben, mit Kristallsteinchen oder Regenbogenfarben. Ihr merkt schon, an dieser Stelle variieren die Geschmäcker stark.
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Noel Lee; 80er Jahre; Bild: Monster

Spätestens als „Obermonster“-Lee auf einem Segway über den Teppich rollt, steht fest: Understatement sieht anders aus, auch in den Staaten. Der Amerikaner mit dem Gespür für Lauschgefährten ist ganz klar der extravaganteste und witzigste CEO, der mir bislang begegnet ist. Als Stimmungskanone wurde er gefeiert wie ein Rockstar vergangener Tage (kein Wunder, die zusätzliche Fotoausstellung verrät viel über seine Beliebtheit im Showbusiness) und auch beim Vorstellen seiner Produkte, gab er sich alles andere als zurückhaltend. Ich habe herzlich über die kuriose Situation gelacht und konnte meinen Blick nicht von seinem fahrbaren Untersatz lenken. Nutzen nicht sonst immer ambitionierte Großstadttouristen mit grellen Fahrradhelmen solche Geräte?
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Noel Lee; 2014; Bild: Monster Headphones

Das Publikum wurde eines Besseren belehrt, Lee steuerte den ganzen Abend auf seinem Segway (die „Customized“-Version wohlgemerkt) durch die Menge. Er berichtete ausführlich über die Entwicklung seines Unternehmens und ließ es sich nicht nehmen, große Neuigkeiten anzukündigen: Fortan gäbe es eine “Monster“- Streaming-Anlage. Tosender Applaus. Das Modell „SoundStage“ wurde ausführlich erklärt und anschließend konnte man sogar Probehorchen. Fazit: Sieht klasse aus, ist schlicht und hat zudem auch noch einen sehr guten Sound. Ich gebe zu, ähnlich wie bei Verkaufssendern war ich angefixt und habe erstmals über eine Anschaffung nachgedacht. Anschließend haben wir den Abend mit Getränken und exzellenten Gerichten ausklingen lassen, Technik kann im richtigen Umfeld richtig Spaß machen!
Was haltet ihr von Streaming-Anlagen? Habt ihr irgendwelche Erfahrungsberichte?

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