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Louis Vuitton kooperiert mit Urs Fischer

(Louis Vuitton x Urs Fischer; Bild: Pierre-Ange Carlotti)

„Langweiliger geht es ja wohl kaum noch. Hat die Mode sonst nichts zu bieten?“ – ja, der letzte Kommentar im letzten Jahr war durchaus kritisch. In dem Beitrag ging es um die Zusammenarbeit zwischen Gucci und The North Face, die übrigens noch um eine weitere Komponente erweitert wurde: Pokémon GO-Spieler können ihre Avatare in die „Gucci x The North Face“-Kollektion hüllen, wenn sie denn einen Halt an einem PokéStops einlegen (das wird in Deutschland vermutlich nur in Berlin möglich sein).
Zurück zum Thema: Um Kooperationen zwischen allen möglichen Labels werden wir auch 2021 nicht drumherum kommen. Warum auch? Immerhin werden neue Zielgruppen erreicht und Begehrlichkeiten geweckt: Die Kooperationen sind, selbstverständlich, immer limitiert und wecken so Interesse bei Fans und Wiederverkäufern, was gerade zwischen den Hauptkollektionen für Umsatz sorgt. Das Problem ist aber, dass die Trennschärfe zwischen den Marken verschwimmt: Das ästhetische Erbe einer Marke, also der Grund, warum Labels des Old Europes so begehrt sind, wird peu à peu verwässert. Die Dosis macht das Gift, insofern gebe ich dem Kommentator durchaus ein wenig recht, zumindest dann, wenn die Entwicklung so weiter geht. Was jetzt spannend ist, ist übermorgen langweilig.
Ganz aktuell lanciert Louis Vuitton eine gemeinsame Kollektion mit Urs Fischer. Es handelt sich hierbei nicht um die erste Zusammenarbeit: Zum 160-jährigen Jubiläum von Louis Vuitton interpretierte der zeitgenössische Künstler die „Capucines“. Das Ergebnis war eine Tasche, an der eine Plastikbanane baumelte.

Die neue Zusammenarbeit zwischen Louis Vuitton und Urs Fischer ist wesentlich komplexer: Es handelt sich um eine breite Palette von Lederwaren, Konfektionskleidung, Schuhen und Accessoires. Der Fokus liegt auf die strukturierte Überarbeitung des charakteristischen Louis Vuitton Monogramms: „Erinnerungsskizzen“ nennt Urs Fischer diesen Entwurf. Die daraus resultierenden Motive wurden in dieser umfassenden Kollektion akribisch an jedes einzelne Produkt angepasst und ändern sich in Größe, Perspektive, Farbe und Applikationstechnik.
Das neue Monogramm, das in zwei Farbvarianten, Schwarz-Rot und Schwarz-Weiß, erhältlich ist, ist das Schlüsselmotiv der Zusammenarbeit und zieht sich durch alle Designs der Kollektion.
Die Zusammenarbeit beinhaltet auch eine Reihe von Charakteren, die von Urs Fischer geschaffen wurden.
Zu bekommen ist die „Louis Vuitton x Urs Fischer“-Kollektion lt. Pressemitteilung ab Januar in den Stores des Luxuslabels. Die haben geschlossen, insofern wird man sein Glück online versuchen müssen.

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