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Der Anzug-Guide: Was trägt man(n) wann?

(Smoking; Bild: Peek & Cloppenburg)

Bei Frank Sinatra, Sammy Davis jr. und Dean Martin war die Frage nach dem richtigen Anzug klar: Der harte Kern des Rat Packs trug, ganz ohne Dresscode, bevorzugt Smokings. Nun leben nur die wenigsten Leser in Las Vegas und noch viel weniger werden allabendlich im Sands Hotel, wo damals die Legenden auf der Bühne standen, auftreten.
Allen anderen Männern stellt sich irgendwann mit Sicherheit die Frage nach dem richtigen Anzug – spätestens dann, wenn eine Veranstaltungseinladung ins Haus flattert, auf der ein Dresscode angegeben ist. Nun dient dieser weder der Nivellierung, noch sollte er als unangenehmes Druckmittel empfunden werden. Im Gegenteil: Dresscodes verleihen die Sicherheit eines dem jeweiligen Anlass angemessenen Auftritts. Der nützliche Hinweis auf das vom Veranstalter gewünschte Outfit fällt allerdings immer öfter einem gewissen, betont lockeren Sprachstil der Einladung zum Opfer. Obwohl das Ambiente von Fest, Empfang oder Feier diesem dann nicht unbedingt entsprechen muss. Welchen Anzug trägt man(n) daher zu welchem Anlass, um garantiert auf der sicheren Seite zu sein? Es gibt Grundregeln. Unerschütterliche. Eine große Auswahl an Anzügen, darunter auch einige Exklusiv-Modelle, findet man übrigens im Online-Shop von Peek & Cloppenburg.

Eleganz für den Tag: Der Cutaway
Eine Hochzeit, ein offizieller Empfang oder eine feierliche Eröffnung: Der Cutaway gilt als der eleganteste Anzug für den Tag. Der britische Begriff „morning coat“ unterstreicht eindrücklich, wann er gewählt werden sollte: Ausschließlich für den Tag (bis 18 Uhr). Am Abend übernimmt der Smoking oder – noch formeller – der Frack. Der Cutaway wurde aus dem Gehrock entwickelt und trägt als Reminiszenz daran die typische Jacke mit den im Rücken knielangen Schößen mit abgerundeter Öffnung. Streifen in Grau und Schwarz sind Kennzeichen der dazugehörigen Hose. Zum Cutaway wird ein klassisches Oberhemd mit typischerweise Kentkragen und Klappmanschetten getragen. Schwarze Schuhe, keineswegs aber Lack, komplettieren das Ensemble.
Je nach Anlass kann die Farbgestaltung des Cutaway variieren. Beliebt sind dunkelgraues Sakko, silbergraue Weste, kombiniert mit Stresemannhose und weißem Hemd. International dominiert das schwarze Jackett – häufig mit dezent farbigen Westen akzentuiert. Engländer bevorzugen ein blaues Hemd mit weißem Kragen zum Cut.

Gepflegt und formell: Der Stresemann
Als „kleiner Bruder“ des Cutaway wird häufig der Stresemann bezeichnet: Der Anzug verdankt seinen Namen dem Kanzler der Weimarer Republik, der dieses Kleidungsstück häufig zu formellen Anlässen trug. Der Stresemann steht für eine distinguierte Aussage, er ist formell, aber nicht festlich. Das Jackett ist zumeist dunkel, von mittlerer Länge und entspricht im Schnitt wesentlich dem eines Sakkos. Kombiniert wird mit Streifenhose und hellgrauer oder ockerfarbener Weste. Passend dazu sind ein weißes Hemd mit Umlegekragen und Klappmanschetten. Ein weißes Einstecktuch akzentuiert den Auftritt.

Geschliffener Stil: Der Smoking
Bei festlichen Anlässen am Abend ist der Smoking erste Wahl. Sollte auf den Einladungen „Black Tie“ vermerkt sein, dann ist er Pflicht. An das ursprüngliche, englische Smoking-Jackett, erinnert der heutige Smoking nur noch bedingt. Er besteht aus einem Sakko mit Seidenrevers, nur einem Knopf zum Schließen und geschlossenem Rücken, also ohne Schlitz. Die Hose wird ohne Gürtelschlaufen gefertigt und mit schwarzen Gallon-Streifen aus Seide appliziert. Ein Smoking wird mit einem (stets) weißem Smoking-Hemd mit Umschlagmanschetten und verdeckter Knopfleisten getragen, ergänzt durch Kummerbund und Fliege. Dem Stil angemessen sollten glatte schwarze, polierte Schuhe gewählt werden.

Feine Noblesse: Das Dinner-Jackett
Findet die festliche Feier unter freiem Himmel statt, dann empfiehlt sich statt der schwarzen Smoking-Jacke ein helles Dinner-Jackett. Das Revers trägt einen Schalkragen – beim Smoking sind Schalkragen und/oder Spitzfasson möglich – und wird für gewöhnlich nicht mit Seide bezogen. Von erlesenem Geschmack zeugt ein stoffbezogener Knopf. Die geraden Paspeltaschen sollten tunlichst nicht benutzt werden – sie beulen unansehnlich aus und rauben dem Outfit die Eleganz.

Die Königsklasse: Der Frack
Der eleganteste Abendanzug für den Herrn ist der Frack. Als „großer Gesellschaftsanzug“ wird er grundsätzlich nur nach 18 Uhr und bei hochoffiziellen Anlässen getragen. Ein klassisches Ambiente für eine hohe „Frackdichte“ ist beispielsweise der Wiener Opernball. Auf den entsprechenden Einladungen wird „White Tie“ angegeben. Das Frack-Sakko wird grundsätzlich zweireihig geschnitten, lässt sich jedoch nicht schließen. Es wird vorne kurz gearbeitet, hinten hingegen mit den knielangen „Schwalbenschwänzen“ ausgestattet. Die Hose trägt einen doppelten schwarzen Seidenstreifen, verfügt weder über Gürtelschlaufen noch Umschläge. Die tief ausgeschnittene Frackweste besteht aus weißem Piqué. Üblich ist inzwischen nur noch ein Vorderteil, das im Rücken via Band gehalten wird. Eine steife Hemdbrust und er typische „Vatermörderkragen“ kennzeichnen das Frackhemd. Die passende Schleife wird ebenfalls aus weißem Piqué gefertigt. Und: Weiße Handschuhe kennzeichnen den Galan.

Jetzt, wo die Frage nach dem richtigen Abzug final geklärt wurde, bleibt nur zu hoffen, dass der Gastgeber nicht kurzfristig das Motto oder den Anlass ändert – da kann zum Beispiel Bridget Jones ein Liedchen von singen …

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