Buchtipp

Buchtipp: Peter Lindbergh – Untold Stories

(Olya Ivanisevic & Romina Lanaro, Los Angeles, 2006; © Peter Lindbergh; Courtesy of Peter Lindbergh, Paris)

Wir hatten vor einigen Wochen ja schon drüber gesprochen: Noch bis zum 01. Juni 2020 wird im Kunstpalast Düsseldorf die Ausstellung „Peter Lindbergh: Untold Stories“ zu sehen sein.
Bei „Untold Stories“ handelt es sich die erste selbst kuratierte Werkschau des Fotografen. Zwei Jahre hat Peter Lindberg an diesem Herzensprojekt gearbeitet. Herausgekommen ist eine Zusammenstellung von 140 Arbeiten, die viele bislang unerzählte Geschichten wiedergeben. Und Geschichten gibt es jede Menge zu erzählen.

Die Fotos von Lindbergh transportieren viel mehr als schnöde Schönheit. Kein anderer bekannter Fotograf holt aus den Gesichtern und den Szenarien so viel Wahrheit hervor, wie Peter Lindbergh. So wirken die Models auf der einen Seite kühl, ja, fast schon artifiziell-futuristisch und im gleichen Atemzug verletzlich. Es sind Bilder, an denen man nachvollziehen kann, was es bedeutet, wenn Schönheit mit Unverwechselbarkeit, Persönlichkeit und der Perfektion eines Meisterfotografen gepaart auftritt.
Nächtliche Straßenszenen und dramatische Settings am Hafen oder in Fabrikruinen belegen Lindberghs unnachahmliches Talent als Geschichtenerzähler. Wer in den nächsten Monaten einen Besuch der Ausstellung plant, sollte sich also viel Zeit lassen, um den Geschichten zuzuhören.

Parallel zur Ausstellung entstand ein gleichnamiges Buch, das jetzt im Taschen Verlag erschienen ist. Dieser Band im XL-Format zeigt über 150 Aufnahmen – die meisten im Lindbergh-typischen Schwarz-Weiß gehalten. Blättert man durch das Werk, fällt auf, dass es von einem Fotografen geschaffen wurde, der es beherrscht, geradezu schlafwandlerisch richtig zu arrangieren und das Ergebnis dann auch noch mit einem technisch einwandfreien Bild dokumentieren kann. Man bleibt sowohl bei den vielen bislang noch unveröffentlichten Bildern als auch bei „guten Bekannten“ hängen. Manche Geschichten lässt man sich ja immer wieder gerne erzählen, ohne dass sie langweilig werden …

Nach dem Kunstpalast Düsseldorf machen die „Untold Stories“ übrigens noch Stationen im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, im Hessischen Landesmuseum in Darmstadt und im MADRE in Neapel. Und sicher auch in dem ein oder anderen privaten Bücherregal oder auf dem Coffee Table:

Peter Lindbergh. Untold Stories
Peter Lindbergh, Felix Krämer, Wim Wenders
Das Buch ist im Taschen Verlag erschienen.
Hardcover, 320 Seiten, € 60
Das Buch ist im Taschen Verlag erschienen.

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