In Kooperation mit North Sails

Ben Mears, der Chefdesigner von North Sails, im Interview

(Ben Mears; Bild: North Sails)

Vor ziemlich genau 60 Jahren – 1957 – gründete Lowell North das Label „North Sails“. North, gleichermaßen passionierter wie erfolgreicher Segler, war ein Ingenieur, der sich methodisch darauf konzentrierte, Segel zu bauen, die schneller waren als die der Konkurrenz. Lowell North und sein Team leisteten Jahr für Jahr Pionierarbeit bei neuen innovativen Technologien, die Wind und Wasser eroberten und Rennen gewannen.

Heute lebt die Inspiration von Lowell North auch in den North-Sails-Kollektion weiter: sie ist so konzipiert und entwickelt, dass sich die Fans des Labels auf das konzentrieren können, was für sie wichtig ist – auf das Meer oder einfach nur auf das moderne Leben.
Wir trafen uns mit Ben Mears, dem neuen Chefdesigner, zum Interview und sprachen über seine Karriere, die Jubiläumskollektion zum 60. Geburtstag und über ein Faible, das man Hamburgern nachsagt: Funktionsjacken …

Herr Mears, ihr offizielles Designdebüt hatten sie während der Pitti Uomo im Sommer. Ist man noch aufgeregt, sich vor Fachpublikum zu präsentieren?
Es ist sehr emotional und zugleich herausfordernd, eine Kollektion im Rahmen der Pitti zu zeigen. Für uns ist es die perfekte Möglichkeit, um unsere Entwürfe zu präsentieren – der Weg bis zu einer Show ist lang und natürlich nicht immer einfach. Im Anschluss freuen wir uns umso mehr über Rückmeldungen, Kommentare oder Empfehlungen. Na klar, am meisten freut man sich aber als Designer natürlich über Komplimente …

Erzählen Sie uns von Ihrem Lebenslauf – wo haben Sie Ihre Karriere begonnen?
Meine Karriere habe ich mit Jobs bei Yves Saint Laurent, Emanuel Ungaro und Jaeger begonnen und später dann als Design Director bei Tommy Hilfiger gearbeitet. Bevor ich bei North Sails als weltweiter Kreativdirektor angefangen habe, war ich bei Chucs tätig, einem Männermodelabel, das an den klassischen Chic der 1950er- und 1960er-Jahre erinnert.

North Sails ist eine Marke mit langer Geschichte – ist diese eher inspirierend oder flößt sie auch ein wenig Angst ein? 60 Jahre sind ja kein Pappenstiel …
Es ist eine tolle Erfahrung für mich, dass ich bei einem so geschichtsreichen Traditionshaus wie North Sails mitwirken kann. Natürlich ist es auch eine große Verantwortung, die ich damit trage.
Inspiration suche ich in den Wurzeln des Unternehmens. Gleichzeitig habe ich aber trotzdem immer auch das Motto „Go Beyond“ vor Augen – keine Furcht, dafür jede Menge Entschlossenheit. Das sind die Gefühle, die ich beim Designen von neuen North Sails Kollektionen verspüre.

Lowell North, der Gründer von North Sails, gewann mehrere olympische Medaillen im Segeln – wie schaut es mit Ihren Segelkenntnissen aus?
Segeln ist etwas ganz Besonderes, Einzigartiges. Der Sport vermittelt ein unvergessliches Gefühl von Freiheit – man ist der Natur sehr nahe. Ich mag es zu segeln und arbeite an meinen Amateurkenntnissen.

In Ihrer ersten Kollektion für North Sails spielen die Orte, in den Lowell North olympische Medaillen oder Weltmeisterschaften gewonnen, eine große Rolle: Newport, Acapulco und San Diego. Erzählen Sie uns, wie sich diese Städte verbinden lassen – Acapulco gilt heute als eine der gefährlichsten Städte der Welt …
Das Setting und die Städte, welche als Kulisse für die SS18-Kollektion gedient haben, haben sich mit den Jahren entwickelt – die Entwürfe sind wie ein verspielter und farbenfroher Rückblick auf die vergangene Zeit.

Schaue ich mir die Jubiläumskollektion an, fällt auf, dass das Logo im Fokus steht. Was ist die Idee dahinter?
Das Logo von North Sails ist eines der ikonischten und bekanntesten Logos auf der ganzen Welt. Es war an der Zeit, dass wir das auch zeigen.

North Sails ist eine der führenden Segelmachereien, wenn nicht sogar die führende. An der Entwicklung von Hightech-Materialien wird zum Teil Jahre gearbeitet. Inwieweit fließen die Ergebnisse in Ihre Kollektion mit ein?
Innovation ist einer der Schlüsselpunkte bei North Sails. Es lässt sich am besten als stetig fortlaufender Prozess der Recherche und Entwicklung von neuen Materialien und neuartigen Techniken beschreiben.
Als Designteam arbeiten wir eng mit den Ateliers der Segelsparte von North Sails zusammen, die in der Entwicklung von Innovationen immer einen Schritt der Konkurrenz voraus sind – bei uns trifft technische Innovation auf Style.

In der Mode gehören Kooperationen mit anderen Marken mittlerweile zum Standard. Auch North Sails lancierte im Sommer eine Sonnenbrillenkollektion mit Salt Sunglasses. Sind weitere Zusammenarbeiten geplant?
Klar, wir schauen immer, mit welchen Partnern eine passende Kooperation angestrebt werden könnte. Aktuell sind jedoch intern sehr gut beschäftigt, wir stehen für technische Innovationen gepaart mit Mode im entspannten Lifestyle Bereich.

Hamburg gilt als Hochburg der Funktionsjacken – was haben Sie Kritikern dieser Jacken zu entgegnen?
Naja, wenn man in der Stadt wie ein Bergsteiger aussieht, ist das natürlich nicht optimal – aber: Functional Wear ist die Zukunft. Für uns bedeutet das, dass wir mit Technologien und verschiedenen Materialien spielen können. Leichtere Stoffe, wasser- und windresistente Oberbekleidung und ein ergonomischer Look. Das Gewicht können wie dabei gezielt minimieren, uns geht es natürlich darum, dass der North-Sails-Träger bestens und vor allem stylisch im urbanen Umfeld auftreten kann.

Herr Bears, ich danke für das Interview!

Wer sich selbst einen Überblick über die aktuelle Kollektion von North Sails verschaffen möchte:

North Sails Store Hamburg
Hohe Bleichen 21
20354 Hamburg

Der Store ist täglich von 10:00 bis 19:00 Uhr geöffnet.
Samstags von 10:00 bis 18:00 Uhr.

Weitere Stores finden sich hier.

Der Beitrag entstand in Kooperation mit North Sails. Inhaltlich wurde kein Einfluss genommen.

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