All Posts By

Daisydora

Allgemein

Die Akte – Franka Sozzani spricht Klartext

Früher sind Mädchen und Frauen ohne guten Geschmack einfach auf leisen Sohlen schnell an uns vorüber gehuscht, heute dokumentieren Dieselben jeden Fehlgriff mit Bezugsquellenhinweisen in Echtzeit auf dem eigenen Modeblog. Das heißt dann Tagesoutfit oder mein neues Outfit von… (den immer gleichen Bloggerlabels)…
…aber zuerst widmen wir uns der Akte Sozzani: Von allen überflüssigen Diskussionen um die aktuellen Kräfteverhältnisse zwischen Online und Offlinemedien, ist die bei Bloggern sehr beleibte Ansicht, „wir sind die neuen Meinungsmacher und Stilbildner – Print ist Old School, zu langsam und undemokratisch“, die allerfalscheste! Nichts gegen einen gut gemachten Modeblog, aber allzu viele gibt es davon eben nicht. Daisy hatte sich schon darüber gewundert, was all die Leute, die keinen blassen Schimmer von Mode haben und das im besten Falle mit ihrer jugendlichen Begeisterungsfähigkeit und „Haben-will-Attitüde“ zu camouflieren versuchen, in den Frontrows und dahinter zu suchen haben. Ganz besonders dürfte sich dieser Missstand auf den empfindlichen Magen der Vogue Italia Chefin, Franca Sozzani, einer hocheleganten und zu tausend Prozent geschmackssicheren Elfe mit den golden gelockten Haaren der Venus von Botticelli, geschlagen haben. Siegmarbelin, einer unserer treuen Horstsonians, hatte in seinem Kommentar zu meinem Bericht „Die Präsidentinnen“ freundlicherweise die Kernaussage der harten Worte von Signora Sozzani gepostet. Bei refinery29 gibt es den ganzen Text, zusammen mit den Kommentaren der Bloggerin Connie Wang.
Für die unter euch, die das nicht gleich lesen wollen, hier die Essenz ihrer Gedanken und meine dazu:

Continue Reading

Allgemein

Hochsaison für Blaumänner

Man kann zwar in aller Regel davon ausgehen, dass Männer die für Daisy sehr verschiedenen Nuancen von Blau wie Preussischblau, Ultramarinblau, Taubenblau, Saphirblau, Mitternachtsdunkelblau, Bayerischerhimmelblau, Azurblau und zirka weitere zehn davon nicht beim Namen nennen können, aber dennoch ist diese Farbe für vierzig Prozent alle deutschen Männer uneinholbar die Lieblingsfarbe. Eine gute Wahl, da Blau, wie wir von Horstson schon mal berichteten, ohnehin zu den Farben zählt, die auch Menschen schmeichelt, die etwas blass um die Nase sind. Mir ist das also sehr recht und den Modemachern ganz offenbar auch, denn der Frühling kommt mit einer wahren Flut an Blaumännern auf uns zu. Sei es, dass man wie das Label Rag & Bone (oben) mit dem Overall aus Twill oder Jeansstoff konsequenterweise auch den weiten Schnitt und auf den ersten Blick auch den Look von der Arbeitsbekleidung übernommen hat. Keine Ahnung, wobei Mann den Overall am besten trägt, aber langweilig wirkt das modische Bekenntnis zum Blaumann jedenfalls nicht. Noch etwas schicker ist das Outfit mit dem Patchwork-Sakko, das ebenfalls von Rag & Bone ersonnen wurde.

Continue Reading

Allgemein

Zu kurzer Prozess?

Die Französin Mélanie Thierry hat in Großbritannien erst mal ausgetanzt. Die Ausstrahlung des Spots für das Parfum Belle D’Opium von Yves Saint Laurent wurde von der Britischen Werbeaufsicht (ASA) nach einigen nicht näher erklärten Beschwerden gestoppt. So weit, so seltsam, da die recht holprig daherkommende Begründung dafür folgendermaßen lautet: „Die Tänzerin wirke wie unter Drogen. Sie tanze wie unter Ekstase und am Ende räkelt sie sich dann auch noch auf dem Rücken liegend (wäre Bauchlage die bessere Wahl gewesen?) am Boden und haucht den Satz: Ich bin deine Sucht, ich bin Belle D’Opium.“ Da Daisy den Spot schon kannte und außer den mäßigen tänzerischen Fähigkeiten der Parade-Lolita Mélanie Thierry nichts an dem weniger gut gelungenen Spot zu bemängeln hatte, musste das gesamte verfügbare soziale Umfeld zur Feldforschung herangezogen werden. Welch überraschendes Ergebnis: Alle Menschen, die den Spot gesehen haben, waren ungestützt, also ohne Vorgaben oder die Andeutung von inhaltlichen Problemen, nicht dazu in der Lage, das zu erkennen, worüber sich die Britische Werbeaufsicht hermachen musste. Aber schaut selbst… ob ihr nach mehrmaligem Ansehen des Spots zumindest einen heftigen Schokosuchtreflex bemerken könnt. Daisys Probanden blieben ganz cool. Ihr müsst euch also nicht allzu sehr fürchten.

Continue Reading

Allgemein

Wenn es mit dem Ball mal ausnahmsweise nicht so gut läuft…

…dann braucht der Manager des FC Bayern, Christian Nerlinger, schnell eine Idee, mit der man den Fans abseits des leidigen Tabellenthemas (10 Siege, 6 Unentschieden, 4 Niederlagen, dritter Tabellenplatz) eine Freude bereiten kann, die von der Arbeit des nicht mehr unumstrittenen Trainers etwas ablenkt. Und weil sich Horstson ganz dem Servicegedanken verpflichtet fühlt und den Freistaat auch fußballtechnisch als Teil der Republik anerkannt hat, wollen wir dem Nerlinger Christian sehr gerne helfen.

Continue Reading

Allgemein

Guess Who?

Als ich vor ein paar Wochen die Antwort auf die Frage nach dem Designer und dessen Kollektion zu einem Anzeigensujet gab, nach der Modejournalistin auf dem Blog Modepilot gefragt hatte, rechnete ich damit, mit meiner Antwort falsch zu liegen. Es ging um eine zehn Jahre alte Kampagne, die mir schon damals nicht gefiel. Sowas verdränge ich aus meinem Bildergedächtnis: Eine Frau räkelt sich auf dem Bauch liegend mit gelben Shorts im Sand, auf deren Rückfront eine Ananas gedruckt ist. Hinter ihr steht ein Pferd. Seltsame Fantasie…aber darum, was Sigi Freud dazu sagen würde, geht es hier gar nicht. Ich lag richtig und Horst bekam nun die Karte mit Zitat von Modejournalistin zugeschickt. Sehr aufmerksam die Modepiloten! Und Daisy kann mit der Einnahme von Gedächtnisleistungsboostern noch ein paar Monate zuwarten. Nun seid aber ihr dran, dachte ich mir. Als Belohnung fürs richtige Raten gibt es für den ersten richtigen Tipp ein Schoko-Überraschungspaket. Der Junge links im Headerbild war damals acht Jahre alt. Ist heute ein bekannter Künstler. Mehr verrate ich nicht! Es geht los!

Allgemein

Die Präsidentinnen / Berliner Dramolette / 1.Akt: Professionell Bloggen

Was wurde eigentlich aus …..?

Ihr kennt diese Rubrik auf der vorletzten Seite des Stern und habt darin sicher schon mal gelesen, was Eiskunstlauf-Paarlauf-Olympiasieger oder Seriendarsteller mit Stetson auf dem Kopf im wohlverdienten Ruhestand den lieben langen Tag treiben. Als Daisy sich auf die Suche nach dem Ergebnis des Workshops „Professionell Bloggen“ machte, der zum hochkarätigen Rahmenprogramm der Premium in Berlin zählte, stieß ich dabei vollkommen absichtslos auf die Antwort zur Frage nach der beruflichen Zukunft von Julia Knolle: Die Autorin von Modestrecke und eine der Präsidentinnen der Deutschen Modebloggerregierung auf Lebenszeit hat die Seiten gewechselt und berät jetzt Werber (und damit Werbung treibende Unternehmen) dabei, wie sie am besten auf Blogs werben könnten und kümmert sich wohl auch darum, dass die richtigen Blogs mit den richtigen Kunden zusammenkommen.

Verkündet wurde das auf dem Blog „Im Nahtschatten“, der von Barbara Russ geschrieben wird, einer Modestudentin. Sie durfte an dem im Bewerbungsverfahren ausdrücklich für professionell bloggende Schreiber deklarierten Workshop neben acht weiteren Bloggern teilnehmen. Als Dozentinnen konnte die Premium Mary Scherpe (das ist die mit den Milchmädchenbloggern), von Stil in Berlin und Judith Marthaler von whats-wrong-with-the-zoo, gewinnen. Julia Knolle, Ex-Les-Mads, war dann der schon im Vorfeld angekündigte – aber unbekannte – Überraschungsgast. Woher ich das mit dem Workshop überhaupt wusste? Vom Blog Blica, den Anne Feldcamp schreibt, die einige Tage vor dem Workshop bei Mary Scherpe nachgefragt hat, worum es dabei genau geht. Die erste Frage Anne Feldcamps und Mary Scherpes Antwort kommt hier:

Anne Feldcamp: „professionalisierung im bloggerbusiness klingt ja schön und gut. doch nun mal ganz konkret: wie verhalte ich mich als modebloggerIn denn eigentlich professionell? und: welche fettnäpfchen lauern da, von denen ich eventuell nichts weiß?“

Mary Scherpe: „Wir haben uns relativ schwer getan, wie wir den Workshop nennen sollen, allerdings trifft „Professionalisierung“ es noch am Besten. Das richtet sich nicht an Blogger, die ihren Blog als Hobby oder Freizeitbeschäftigung betreiben, was ja völlig legitim ist, sondern an solche, die mit ihrem Blog eine bewusste Publikation schaffen, hinter der auch ein Ziel steht. Das kann zum Beispiel der Aufbau eines Portfolios oder die Generierung von Werbung sein. Je nach Ziel, sieht die Strategie im Aufbau des Blogs und das jeweilige „professionelle Verhalten“ dann anders aus.“

Aus dieser und den weiteren Antworten wurde man dann zwar auch nicht schlauer, aber über irgendwas muss man als kritische Bloggerin ja schreiben; und mit Mary selbst gesprochen zu haben, das ist jetzt kein Gag, bedeutet in der Branche sowas wie Imagetransfer für den eigenen Blog. Das beschäftigt Daisy aber nicht weiter. Mich haben die Themen und die Teilnehmer interessiert, da die ganze Veranstaltung im Vorfeld so unglaublich hoch aufgehängt wurde. Beginnen wir mit den Teilnehmern, die das harte Auswahlverfahren erfolgreich durchliefen und für sich entscheiden konnten: Nahtschatten, das ist bereits erwähnter Blog Im Nahtschatten, von Barbara Russ, bei der ich die Rezension des Workshops fand; Jasmin von my berlin fashion wie Barbara schreibt, ist Jasmin gerade mal sechzehn Jahre alt; Matthias von Castor und Pollux, er schreibt in der Tat einen richtig guten Blog über Kunst; Anni von Stilliebe, Oliver von Zeitgeschmack, Anouk von anouk-on the brink, der Blog hat Charme, ist aber auch ein Hobbyblog einer fünfzehnjährigen Schülerin mit wenigen Posts, sie ist aber schon zwei Jahre dabei, schreibt Barbara zu Anouk. Die weiteren drei Blogger, die teilnehmen durften, hat Barbara zwar nicht kennengelernt, aber die waren wohl von Heimat Kinder, smil und Frau Jonason. Wenn man wie Daisy mit eigenen Augen gesehen hat, wie wenig die hochkarätigen Blogger ihren Lesern inhaltlich mitzuteilen haben, und, was sie zum Beispiel in dürren Wörtern über eine Modenschau wie Patrick Mohr schreiben, dann geht einem zuerst ein Licht auf und kurze Zeit später gehen alle Lichter aus.

Liebe Premium und noch liebere Dozentinnen, das kann ja wohl nicht euer ernst sein, dass ihr uns alle für total bescheuert haltet. Nehmt in eure Mitte oder unter eure Fittiche, wen auch immer ihr protegieren wollt, aber tut nicht so, als hätte das auch nur in Spurenelementen mit inhaltlicher Qualität und einer professionellen Ausführung der Blogs zu tun. Castor & Pollux ist gut, ich empfehle unseren Lesern gerne, da hineinzuschauen. Ich werde es euch gleichtun. Mir gefällt der Blog von Matthias schon thematisch sehr gut. Die anderen Teilnehmerblogs sind nichts Besonderes, nicht besonders ambitioniert gemacht oder eine Mischung aus Übungswiese und „Geschützter Bloggerwerkstätte.“ Damit wir uns hier nicht missverstehen, ich würde junge Leute immer dazu ermuntern, sich über das Schreiben drüber zu trauen, viel zu schreiben und noch mehr zu lesen und das Schreiben zu üben. Aber, wir sind uns aber doch darin einig, dass nicht mal jeder, der mit Sprache umgehen kann, auch schreiben kann und sollte, so er entweder keine Ideen hat und oder nicht über genügend Wissen verfügt. Man kann das, was wir bei Horstson Inhalte nennen, ja nicht einfach außeracht lassen, oder?
Zugegeben, man kann das Inhalte generieren auch erlernen, so man nicht vor lauter Selbstzufriedenheit platzt und den Bedarf dafür nicht (an)erkennt. A pro Pos erlernen können und Inhalte – das was in den zwei Stunden Workshop gelehrt wurde, ist schnell aufgezählt:

Tagesordnungspunkt 1., Die Vermarktungsformen, man kann auch Werbemöglichkeiten und –formen auf Blogs dazu sagen;

Tagesordnungspunkt 2., Fokus, selbständige Vermarktung, was so viel bedeutet wie: Ohne die Hilfe von Glam mit dem Blog Geld verdienen, denn die nehmen doch tatsächlich Geld dafür, dass sie Werbekunden bringen ….. da wird dann in Zukunft vielleicht Julia Knolle helfen;

und am Ende gab es noch den Tagesordnungsunkt Diskussion. Das riecht sehr nach einer nicht als Werbung gekennzeichneten Promotion für Blogvermarkter, wogegen Daisy gar nichts hätte, wäre da nicht auch der Fakt dieser Farce.

Wie kann man überehrgeizige Teenager und die sicherlich sehr enthusiasmierte Jungbloggerin Barbara Russ, die ihren Blog erst seit dem 7.Juli 2010 schreibt und in dieser Zeit ganze einhundertneunundsechzig Berichte verfasst hat, in eine völlig falsche Himmelsrichtung schicken. Eure Talente, die ihr da aus allen Bewerbern heraus selektiert habt, sind vielleicht in einigen Jahren so weit, inhaltlich halbwegs gehaltvolle und spannende Blogs zu schreiben. Auf dem Weg haben aber alle außer Matthias von Castor & Pollux noch Einiges zu lernen. Mitunter auch das Schreiben. Mein Rat an unsere Bloggerrepublik Staatspräsidentin Mary Scherpe: Wie wäre es mit einer Bühne, auf der du dein Talent und Können mal wirklich unter Beweis stellen müsstest? Vor einem Publikum, das nicht vor lauter Ehrfurcht zu allem Ja und Amen sagt und auch dann applaudiert, wenn es nichts für sich und das Stadium des Lernprozess Essentielles im Workshop erfährt. Grandios! Barbara, die seit einem halben Jahr bloggt, macht sich jetzt schon Gedanken darüber, wie sie ihren Blog gewinnbringend vermarkten kann. Als hätte der Herr vor die Arbeit, das Lernen und das fleißige Schreiben das Geldverdienen gesetzt! Hauptsache, die Präsidentinnen finden immer neue Bühnen und Stücke, die ihren Ruf mehren. Denn, der ist bares Geld wert. Und das relativ anstrengungsfrei.

Bloggern, die es wirklich ernst damit meinen, was lernen zu wollen, um dann peu à peu richtig gute Blogger zu werden, denen empfehle ich eines der ältesten und besten Prinzipien der Welt: Vorbilder! Sucht euch denkende und schreibende Menschen und lernt von denen. Das müssen noch nicht mal Blogger sein. Schon gar nicht Modeblogger. Und wenn ja, dann zum Beispiel solche wie er. Schaut bitte kurz in beide Filme mit Scott Schuman rein. Es ist ein Vergnügen, Menschen, die ihren Beruf beherrschen und lieben, bei der Arbeit zu beobachten.

Wenn ihr, liebe Horstsonians und Leser anderer Blogs die wahren Präsidentinnen sehen und erleben wollt, dann könnt ihr das im Thaliatheater im gleichnamigen Stück von Martin Schwab.

Allgemein

Männermodenachlese F/W 2011

Wer von euch hat eigentlich mitgezählt in Mailand und Paris? Wie viele Männerkollektionen wurden da über die Runways gejagt? Daisy hat sie noch nicht gezählt …. aber nachgedacht…. Wäre Horstson schon so eine Art Online-Collezioni-Uomo, dann würden hier ein ganzer Schwung hauptberuflicher Moderedakteure rund um die männliche Suzy Menkes jede einzelne Kollektion vorstellen und euch auf die besten Teile daraus aufmerksam machen. So lange müsst ihr aber nicht warten, bis die Mansion im Horstson Tower aus den Nähten platzt. Ihr bekommt eine kleine Nachlese aus Kollektionen, die wir hier aus Zeitmangel oder anderen Gründen nicht vorgestellt haben. Nun gut, so manche Kollektion wollte euch Horst ehrlich gesagt gar nicht zeigen, weil er seine Leser vor schlimmen Fehl- und unüberlegten Impulskäufen bewahren will. Aber ein paar Teile gibt es da doch noch, die schöne oder einfach nur interessante Trends der Saison verdeutlichen, beziehungsweise, euch einfach gut gefallen könnten…

Continue Reading

Allgemein

28.01.2011, 02:00 Uhr Früh – Premiere in Sundance und hier: Life In A Day

Morgen Früh, oder besser gesagt zu nachtschlafender Zeit, um 02:00 Uhr Nacht, ist es endlich so weit! Im Rahmen des gerade laufenden Sundance Filmfestivals (www.sundance.org) stellen die Regisseure Ridley Scott und Kevin Macdonald das Ergebnis des globalen Dokumentarprojekts „Life In A Day“ vor. Alle Menschen auf Erden waren dazu eingeladen, den 24.Juli 2010, besser gesagt ihren persönlichen Alltag an diesem ganz normalen Tag, ohne große Auflagen und Reglementierungen zu filmen und das Ergebnis zur Sichtung durch die Hollywoodregisseure und deren Teams einzureichen. Horstson hat am 12. Juli darüber berichtet und will euch nun mit dem Hinweis auf die Online-Premiere in ein paar Stunden sowie deren Wiederholung, am 28.01.2011, um 19:00 Uhr, die Gelegenheit geben, das Ergebnis live oder einige Stunden später mit zu erleben.

Nicht weniger als 80.000 Videoclips mit einer Gesamtlänge von 4.500 Stunden wurden eingereicht und waren zu sichten. Was für ein grandioses Projekt. Stellt euch mal vor, wie gut man als Fachmann sein muss, um daraus das beste beziehungsweise geeignetste Material heraus zu filtern. Die nunmehr 90-minütige Dokumentation wurde aus den Videoclips erstellt, die zuvor hochgeladen wurden; also aus einer schon davor getroffenen Auswahl aus allen Einsendungen. Daisy ist wahnsinnig neugierig und gespannt darauf, was es da aus wessen Tag und Leben zu sehen geben wird. Ihr könnt schon mal in die Trailer hineinschauen …

Life In A Day kommt aber Mitte 2011 auch in die Kinos. Der Deutschlandstart steht noch nicht fest. Jedenfalls dürfte die Dokumentation der beiden Hollywood-Mogule so gut geworden sein, dass der Amerikanische Sender National Geographic die weltweiten Rechte daran erworben hat. Viel Spass bei dieser sicher aufregenden Online-Premiere des Filmes, der wahrscheinlich über die größte jemals erreichte Zahl an kreativen Urhebern einer Dokumentation verfügt…

Allgemein

Trägt der Schneider die schlechtesten Kleider?

Danke, Signor Santori!

Wären Sie nicht in diesem sehr gut sitzenden Anzug am Ende des Finales der Z Zegna Show erschienen, dann hätte ich die Idee zu diesem kleinen Bericht nicht gehabt…. Die Männermodewochen in Mailand und Paris sind gelaufen, alle Designer haben sich mehr oder weniger bescheiden oder selbstbewusst auftretend, am Ende der Show vor dem Fachpublikum verneigt. In welchen Klamotten viele Kollektions-verantwortliche das tun, findet Daisy bemerkenswert. Und manchmal lustig, oder besser gesagt originell. Man möchte denken: Designer würden das, was ihr liebe Männer in der nächsten Saison unbedingt tragen sollt, niemals und unter keinen Umständen selbst anziehen. Dabei würde ich sonst was dafür geben, Kris Van Assche mal im amishen Mao-Hemdchen oder ganz in Orange gewandet und mit Zimmermannshut auf dem Kopf die rue Faubourg überqueren sehen…. Nein, ganz im Ernst in die Runde gefragt: Bleiben die kreativen Kollektionsmacher ihrem einmal gefundenen Stil lieber als normale Männer treu? Oder haben einige davon nur Angst davor, sich mit genau den Klamotten zu verkleiden, die sie über die Runways schicken?

Continue Reading

Allgemein

New Look by Kris Van Assche – Dior Homme FW11

Bevor wir über die in Summe elegante Dior Homme Kollektion sprechen, muss ich mir selbst ganz dringend widersprechen. Es geht nämlich doch noch ein wenig schwärzer, als Mr. Helbers das für Louis Vuitton gezeigt hatte. Kris Van Assche führt in dem Duell um die schwärzeste Kollektion des kommenden Winters. Mit nicht weniger als vierundzwanzig schwarzen Outfits, die schwarzen Einzelteile zu grauen oder braunen kombiniert, noch nicht mit gerechnet. Bei erster Durchsicht war ich etwas irritiert von so viel Gleichförmigkeit. Dior Homme überzeugte mich so ab der dritten Durchsicht aller Modelle nebst Details dann doch noch. Wobei ich es etwas schade finde, dass man eines der von den so Fans geliebten Markenzeichen, das Schmale und Elegante, für das diese Kollektion seit Hedi Slimanes Tagen bei Dior bekannt ist, einer durchwegs bequemen Schnittführung geopfert hat.

Continue Reading