Nur ein nettes kleines Fundstück für euch. Hugh Laurie wird vielleicht nicht ganz so lange wie Laetitia Casta oder Claudia Schiffer für die Beauty Produkte des Weltmarktführers L’Oreal werben, in dieser Zeit aber vielen Leuten rund um den Erdball so manchen Werbeblock verkürzen. Ich mag die Idee.
Was sagt ihr denn dazu, liebe Leser?
Video: L’Oreal Paris
Daisydora
Wenn das funktioniert, dass schwerreiche Männer künftighin nicht mehr nur die Einkäufe ihrer besseren Hälften bezahlen sondern selbst Couture kaufen, dann bedeutet das einen langen warmen Regen für die Branche der Luxusschneider. Jean Paul Gaultier gibt sich wieder einmal als Innovator und zeigte im Rahmen seiner umfangreichen Schau nicht weniger als achtzehn Couture-Outfits für Männer.
So ein echter Regenmacher wäre genau richtig qualifiziert für den Job, in des Großmeisters Schuhe bei Christian Dior Couture zu schlüpfen. Das, was John Galliano viel besser als Andere kann, ist genau das, von dem man bei der Erstellung einer Couture Kollektion alles schöpfen kann, das diesen Luxusbereich der Mode erst zu dem macht, was Menschen träumen lässt: Zu Haute Couture. Kleider wie Zaubergebilde, die aus Frauen Feen machen. Tausend Jahre Kostümkunde im Kopf münden in die traumwandlerische Beherrschung der Schnitt- und Linienführung. Nur wer nicht mehr über das Handwerkliche nachdenken muss und jeden Tag tausend Ideen hat, setzt sich gekonnt über alles allzu lineare, plakative und simple hinweg. Das ist bei Christian Dior nun alles Schnee von gestern. John Galliano ist weg.
Für seinen Nachfolger, Bill Gaytten, dürfte sich so ziemlich jeder Traum seines Lebens in diesem einen Moment erfüllt haben, als er das wurde, was er nun ist: Chefdesigner einer der wenigen noch wirklich prestigeträchtigen Marken und Couture-Häuser der Modewelt. Die Rahmenbedingungen, die ein Haus wie Christian Dior in jeder Hinsicht bieten kann, sind ähnlich denen von Chanel, absolut ideal. Alle können alles und machen jede auch noch so schwierige Fasson und Verarbeitung möglich. Unser lieber Schreiberkollege Peter könnte da sicher Romane drüber schreiben, wie paradiesisch es sich in diesen letzten Bastionen der Couture arbeiten lässt. Und eigentlich sieht man das den Modellen der nunmehr in Paris vorgestellten Couture-Kollektion für die kommende Herbst-Winter-Saison auch irgendwie an. Auf mich wirken die Couture-Elemente nur leider wie eine handwerkliche Leistungsschau; was ich vermisse, ist die Idee des neuen Chefs für den uniquen Look der neuen Christian Dior Couture, im Jahr eins nach John Galliano.
Auch wenn ich nun harsche Kritik auf mich ziehen sollte: Das ist etwas mehr als gar nichts, das Gaytten da mit Hilfe derselben grandiosen Teams, die bei Galliano mit am Werk waren, gelungen ist. Auch die Nennung der architektonischen Inspirationsquellen wie Frank Gehry, Jean Michel Frank und die Gruppe Memphis, machen es für mich nicht besser. Man trägt ja seinen Couture-Traum nicht mit einem Manual spazieren. Es muss beim Hinschauen zünden, oder es funktioniert nicht. Aber sicher werden sich genügend Fans finden, da bin ich ganz sicher. Der Rest der verwöhnten Couture-Liebhaberinnen ist heilfroh, sich das eine oder andere wunderschöne Modell aus der letzten noch von Galliano verantworteten und vorgestellten Couture-Kollektion, für die laufende Saison, geholt zu haben. Am besten gelungen ist Mr. Gaytten aus Daisy‘s Sicht das plissierte Blau-Grüne Kleid an Magdalena Frackowiak.
Galliano kann es aber fraglos viel besser. Wir zeigen euch zur Erinnerung und zum Vergleich zehn der schönsten Stücke. Ich mochte den Spruch: Jeder ist ersetzbar, übrigens noch nie…
Aber vielleicht weine ich künstlerisch ja nur einem armen Spinner nach, den niemand bei Dior vermissen muss. Wie denkt ihr darüber?
Mr. Mouret und seine Zweitlinien-Kollektion Mr bringen den Männern im kommenden Frühjahr ein Maximum an Bewegungsfreiheit am Bein. Aber natürlich geht es dem Designer dabei um das Neue der Silhouette von Männern in weiten Schlaghosen, die an der Hüfte eng sitzen.
Gebändigt wird die Weite nach oben hin aber nicht nur durch einen guten Bund. Einige der Modelle sind vorne unter dem Hosenbund doppelt in tiefe Bundfalten gelegt, die etwas höhenversetzt aufspringen. Ein schöner Effekt, der so lange nicht da war in einer Männerkollektion.
Das bisschen Sichtbehinderung, verursacht durch Diane Pernet, hätte mich fast nicht gestört… wenn ich diese Schau – neben meinem geschätzten Schreiberkollegen Blomquist sitzend – zumindest in Teilen hätte sehen können. Dries Van Noten hat eine der besten Kollektionen der Schauen abgeliefert.
Sein Mann kann im kommenden Frühjahr Indoor und Outdoor gut gekleidet unterwegs sein; hat die Auswahl unter nicht weniger als siebzehn wind- und wetterfesten Jacken und Mänteln, deren elegant-moderner Look unter der Funktion nicht zu leiden hat.
Nach diesem Wochenende mehr oder weniger vollendeter Eleganz in Monaco passt es vielleicht ganz gut, uns das vorzunehmen, was der Herbst an eleganten Sakkos aus Samt und Cordsamt bereithält. Man mag den Stoff entweder sehr oder gar nicht. Ich mag ihn in manchen Farben und bei entsprechender Verarbeitungsqualität, insbesondere den Schnitt betreffend. Denn Samt macht nicht gerade schmal. Die Sakkos aus aktuellen Kollektionen, die ich euch nun zeige, sind allesamt gut geschnitten und in klassischen Samtfarben wie dunklem Blau, Schwarz, Weinrot, Aubergine und Braun zu haben. Eigentlich schade, dass keine überraschendere Farbe dabei ist. Ein Orange, Zitronengelb, Limettengrün oder Erdbeerrot wären zum Beispiel auch ganz schön.
Männermode für Millionenstädte und Modeblogs? – Kollektionskritik 2.1
Posted on 3. Juli 2011Sobald ich beim Zappen auf RTL und bei Wer wird Millionär lande, frage ich mich als Mensch mit europäischem Migrationshintergrund immer, wo sind all die größeren Dörfer mit mir noch unbekannten Namen, aus denen die Teilnehmer kommen oder in denen sie wohnen. Die Antwort kann ich mir mittlerweile auch selbst geben: Da sind ganz viele Bundesbürger darunter, die irgendwo an der Peripherie kleiner Städte oder Dörfer ein Eigenheim gebaut, gekauft oder geerbt haben. Naturgemäß gibt es darunter mehr verheiratete Familienväter als in Berlin, aber auch junge Männer mit Affinität zu Mode verlieben sich mal, heiraten und bekommen Kinder und wohnen dann entweder in einer Altbauwohnung auf St. Pauli oder in so einem Eigenheimdorf.
Worauf will ich hinaus? Nach vielen Berichten über die in Mailand und Paris gezeigten Männerkollektionen, in denen Kollegen und ich Zweifel an der Tragbarkeit der Kollektion von Rick Owens geäußert hatten, entspann sich eine Diskussion und es gab auch schon einen sehr gut geschriebenen Bericht zum Thema der Kollektionskritik auf Blogs, der mich zum Nachdenken und diesem Bericht angeregt hat.
Reine Nervensache – wenn die Pubertät von Superstars nicht enden will
Posted on 1. Juli 2011Breaking News: Usher will eine Unterwäschekollektion designen. Was auch sonst. Hat ja noch ein paar Stunden Zeit übrig, dieses Jahr, der Superstar. Aber das ist noch nicht die nervige Meldung dazu. Nein. Philippa Middleton, das um Aufmerksamkeit bettelnde Schwesterchen der neuen Königin der Stilikonen, soll
sein Model sein. Es gibt die Dessous noch lange nicht, aber sein Wunschmodel hat er schon mal fest im Kopf.
Der O-Ton: “I don’t think there’s a more beautiful, more stunning, more talked about woman in the world at the moment. I’m sure everybody is trying to sign her up. She won’t be cheap but she has the looks and the popularity to really establish a new product.“
Dazu sage ich: Mach es Pippa, bitte, Abermillionen rund um den Erdball hungern nach echten News und die Kinder der Yellow-Press-Schnipsel-Verkäufer haben Hunger und brauchen neue Schuhe. Und zu Lingerie-Neo-Designer Usher: Was für ein Deal… hoffentlich verlängern die Dessous die kurz geratenen Beine etwas… und im Notfall hilft ja immer noch Photoshop.
Wie schön wäre das jetzt, Kyoto endlich kennen zu lernen. Und wenn einen der
Weg dann zum Goldenen Tempel führte, der als „Rokuon-ji“ zum Weltkulturerbe zählt, die am 27. Juni 2011 im Beisein von GUCCI CEO Patrizio di Marco eröffnete Ausstellung der Handwerkskunst des Florentiner Traditionshauses GUCCI unter dem Titel „Kyoto And Florence Together“, zu bestaunen.
Zum Anlass des 90. Geburtstages von GUCCI zelebrieren die Partnerstädte Kyoto und Florenz ihrer beider lange Tradition in der Handwerkskunst der Fertigung feiner und exquisiter Lederwaren. GUCCI-Maniacs, Handwerks- und Kulturinteressierte kommen dabei gleichermaßen auf ihre Rechnung.
Lucas Ossendrijver ist für mich ein Mann mit sehr wohlgeordnetem Geist, der es ihm erlaubt, seine schöpferischen Ideen auch mal zügellos sprühen zu lassen und trotzdem immer nahe an dem zu bleiben, was sich im Laden gut verkaufen lässt.
Als ich die Kollektion für das kommende Frühjahr zum ersten Mal sah, hatte ich mich sofort an ein gutes Interview mit dem Lanvin Designer erinnert, das Scott Schuman vor zwei Jahren für das Holt Renfrew Magazine gemacht hatte. Darin erklärt er, wie es durch die Auswahl der richtigen Stoffe, die er immer erst in der Hand haben muss, aus denen sich die Farben in ihrer endgültigen Form ergeben, zur Erstellung der Modelle kommt. Dass ein Navyblau immer anders ist, abhängig von der Textur des Materials.












