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Sticky Fingers? – Stones verklagen Textilkette New Yorker

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Bild: Terry Richardson

Dafür ist man ohnehin nie zu alt und den Rolling Stones würde wahrscheinlich auch noch in zwanzig Jahren nicht entgehen, wenn sich da (noch) wer an ihrem geistigen Eigentum vergreifen wollte … so, wie im Moment die Textilkette New Yorker, deren Schlussverkaufplakate mit einem „Plagiat“ des weltberühmten „Tongue & Lips Logo“ versehen waren.
Die Ähnlichkeit ist verblüffend, auch wenn man an dieser Stelle auch mal darauf hinweisen muss, dass jeder dieses Cover-Branding der Stones gefühlte Millionen mal gesehen hat und daher alles in der Richtung naturgemäß nach dem „Tongue & Lips“ Cover aussieht.

Eine Berliner Anwaltskanzlei vertritt die Amsterdamer Firma Musidor, Verwalter der weltweiten Markenrechte der Stones … Musidor ist das Sale Plakat jedenfalls viel zu ähnlich … und so ließ man alle Plakate in den 800 Shops (europaweit) mit einstweiliger Verfügung abhängen.

Herr Knapp, dem der „Laden“ gehört, glaubt auch nach dieser Aktion noch felsenfest daran, das Motiv mit der Zunge sei die originäre Idee der Kreativen bei New Yorker und er ließe sich „von den Stones doch nicht die Zunge verbieten.“ „Die Höhe des Streitwerts liege bei 250.000 Euro. Ob, wann und wo es zu einem Prozess komme, sei derzeit offen.“ (Textilwirtschaft)

Nichts für ungut, Herr Knapp, aber man sollte den Kreativen mal sagen, dass, wenn schon ein Rückgriff auf solche Ikonen der Key-Visuals getätigt wird, muss das schon mit mehr Zeit und Energie adaptiert oder besser neu interpretiert werden. So, wäre mir das auch zu schluffig, aber ich bin ja kein Stone …

Was sagt ihr dazu, liebe LeserInnen, sollten die Stones da künftig ganz gelassen rangehen und bei einer Tasse Tee mit dem Management von Musidor coole Moves oder das Durchwinken solcher „Kopien“ beschließen?.

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  • herr meier
    19. August 2013 at 17:12

    Die Kreativen hatten sicherlich eine enge Budgetvorgabe und daher konnte evtl. nichts besseres bei rauskommen.

    Auf der anderen Seite; es könnte auch eine einkalkulierte Provokation gewesen sein, denn, nun sind sie mit dem SALE wenigstens kostenfrei in der Presse.

  • Sven
    19. August 2013 at 17:15

    Kennt denn die Zielgruppe die Stones?

  • Horst
    19. August 2013 at 18:42

    @sven Ich glaub die Zielgruppe ist mittlerweile jeder – bei den Stones sogar noch etwas mehr… 😀

    Das die bewußt ne Klage provozieren wollten glaub ich nicht, denke eher das die sich gar keinen Kopf drum gemacht haben…

  • Daisydora
    20. August 2013 at 08:06

    @herr meier

    Deine Vermutung kann und will ich nicht relativieren … so was wie der Sixt-Stil hat ja sicher auch bewunderer und Nachahmer … da gibt es immer kostenmlose PR … und originäre Ideen kann man, wenn man es denn kann, auch innerhalb kleiner Budgets generieren 😉

    @Sven

    Ne lustige Frage, die mich an mein Alter erinnert und die Horst hinlänglich beantwortet hat 😉

    @Horst

    Genau, die waren nie richtig aus der Mode und gehören heute auch noch immer dazu 🙂 …

  • Ivy
    20. August 2013 at 20:59

    Mich würde ja brennend interessieren, um welche Anwaltskanzlei es sich hier handelt