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Editorial-Recycling aus aktuellem Anlass …

Das ist nur ein kleines Warm-Up, liebe LeserInnen – es kommt gleich ein „Ausstellungsbericht“. Aber das „uralte“ Editorial (VOGUE China, 2011) mit Gisele Bundchen, fotografiert von Patrick Demarchelier wollte ich euch dennoch zeigen, weil mir daran vieles gefällt. Inklusive Klamotten und Styling. Das klingt jetzt vielleicht total chauvinistisch, aber ich will solche Shorts gerne an Frauen mit richtig schönen Beinen sehen …
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Bilder: Patrick Demarchelier für Vogue

Fashion-Editorials, im Studio geschossen, sind oft total langweilig. Selbst unter den absoluten Meistern der Topfotografie (Werbung, Mode) gibt es solche und solche. Letztere schaffen, was andere versuchen: Mode und Accessoires gut sichtbar ins Bild zu setzen, ohne aufgesetzt avantgardeske Posen, aber trotzdem mit Twist. Fashion-Editorials zählen bestimmt nicht zur Gattung Kunst. Obwohl so mancher Editor in Chief genau das denkt …
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Bilder: Patrick Demarchelier für Vogue

Neben Craig Mc Dean, David Sims, Steven Meisel und „uns“ Peter Lindbergh (stellvertretend für weitere zehn), zählt Patrick Demarchelier zu den Meistern im Studio-Metier. Er muss sich halt nichts mehr krampfhaft beweisen, darum kann man sogar die Klamotten gut sehen.
Manche unter euch finden bestimmt gerade das langweilig … Gustos und Geschmäcker sind eben verschieden. Aber auf die absolute Essenz reduziert, sollen Fashion-Editorials mit dem Idealbild von Looks und Styling bei uns Lust auf den Kauf der teuren Klamotten erzeugen. Da schadet es nicht, wenn man erkennt, was man für seine großen Scheine bekommt.

Mir reichen in aller Regel ein gutes Model, das auf moderne Art schön sein muss. Bitte ohne Bleistiftbeinchen in O- oder X-Form und mit einer Haltung auf der Höhe der Zeit. Und ein Fotograf, der es beherrscht, geradezu schlafwandlerisch richtig zu arrangieren … und das Ergebnis dann auch noch mit einem technisch einwandfreien Bild dokumentieren kann.

Der Ausstellungsbericht zur Einzelschau von Patrick Demarchelier bei Camera Work in Berlin kommt direkt anschließend.

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  • Philipp
    25. April 2014 at 12:04

    „Mir reichen in aller Regel ein gutes Model, das auf moderne Art schön sein muss. Bitte ohne Bleistiftbeinchen in O- oder X-Form und mit einer Haltung auf der Höhe der Zeit. Und ein Fotograf, der es beherrscht, geradezu schlafwandlerisch richtig zu arrangieren … und das Ergebnis dann auch noch mit einem technisch einwandfreien Bild dokumentieren kann.“

    Ich sehe das genauso, brauche also kein Schnick-Schnack sondern das beste, in ganz natürlicher und ästhetischer Form! So kann man dann auch sofort feststellen, wie die Kleidung am Körper wirkt und wozu man sie kombinieren kann.

    Und um noch etwas zu den Shorts zu sagen, welche traumhaft an den Beinen aussehen. Man kann halt nicht alles haben, aber wer solche Beine (hat) sollte diese Shorts auch tragen können. Sonst können die Shorts ja noch so schön sein, aber die falschen Beine verunstalten das gewollte Bild.

  • peter
    25. April 2014 at 13:16

    Ich liebe solche „Modeschätze“ vor allem weil man daran sieht wie toll Zeitlos die Produktionen von solchen top Photographen sind!!!

  • Philipp
    25. April 2014 at 13:25

    Auch von Patrick Demarchelier, diese wunderbaren Fotos, welche ich gerade entdeckt habe!

    http://mydailyedition.com/2013/01/02/spring-looks/

  • Daisydora
    25. April 2014 at 13:44

    @Philipp

    damit macehn wir uns bei den Chefreadkteurinnen der Hochglanzmagazine nicht unbedingt beliebt … im Moment müssen ja zumindest schräge Winkel und seltsame Bildausschnitte bweisen, dass eine kreativer aufgelegt ist, als die andere … nein, ganz im Ernst: gekonnte Klassik hat immer Saison, so wie die Models, die noch ganz schön sein durften und dürfen … manchmal denke ich von mir, dass ich es übertreibe, weil ja selbst Models nur zu einem geringen Prozentsatz solche Beine haben, aber man weiß ja, wer … Danke für den Link! ;.)

    @Peter

    Oh, dankeschön, ja, das Zeitlose kann auch immer wieder aufregend sein … 🙂

  • Philipp
    25. April 2014 at 14:29

    @Daisydora

    „manchmal denke ich von mir, dass ich es übertreibe, weil ja selbst Models nur zu einem geringen Prozentsatz solche Beine haben, aber man weiß ja, wer“

    Ich antworte mal mit einem passenden Zitat:
    Maß ist etwas Verhängnisvolles. Nichts ist so erfolgreich wie das Übermaß.

    Gerne! 😉

    Oscar Wilde

  • Daisydora
    25. April 2014 at 15:48

    @Philipp

    Lange nicht gelesen, danke für die Erinnerung an diesen Oscar Wilde … und ich hoffe, er hatte recht 🙂