In den achtziger Jahren tat sich die Couture eher sehr schwer, war madamig und total vom Prêt-à-Porter überholt. Dior, Saint Laurent etc. zeigten eher brave Kollektionen die sich überwiegend an die amerikanische, japanische und Ölprinzessinnen Kundschaft richtete.
1987 fiel mir ein Mann in Paris auf, der völlig aus der Art schlug: Wie Jim Knopf in seiner Latzhose mit 10 cm großen bunten Knöpfen, auf dem Kopf eine Kappe auf der in großen Lettern ‚PARIS‘ prangte, dem der Schalk aus den Augen blitze und der auch noch Schwarzer war: Patrick Kelly.
Die Fahrkarte nach Paris hatte ihm seine beste Freundin besorgt: Pat Cleveland, Muse von Halston und das meist gebuchte Model aller Schauen zu dieser Zeit, egal ob Chanel, Miyake, Anne-Marie Beretta , Saint Laurent, Castelbajac – es gab keine keine Schau ohne sie und sie tanzte wild und wie ein Korkenzieher über die Laufstege und die Sachen die sie vorführte gingen weg wie warme Semmeln.
Eigentlich sollte Patrick sich nur ein paar Wochen in Paris erholen aber er liess das Rückflugticket verfallen und blieb.
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