Wieder habe ich einem Designer mein kleines „Meine Designerfreunde“-Buch in die Hand gedrückt: Harald Glööckler ließ sich auch nicht lange bitten und beantwortete die Fragen, die schon einige Designer vor ihm beantwortet haben.
Nun kann man über die Designs aus dem Hause Glööckler unterschiedlicher Meinung sein, allerdings finde ich es beachtlich, dass er sein Ding durchzieht. Sein Leitspruch ist bekanntlich, dass in jeder Frau eine Prinzessin schlummert. Ich weiß nicht ob auch jede Frau eine Prinzessin sein möchten, aber zumindest trägt er auch mit solchen Äußerungen zur Unterhaltung im manchmal sehr grauen Deutschland bei…
Was Harald Glööckler zu einer Kooperation zu H&M sagen würde, ob er mal eine Modesünde begangen hat und was er sonst noch geschrieben hat, lest ihr hier:
Juli 2012
Nachdem Adele bekannt gegeben hat sich nun für fünf Jahre zurückzuziehen um sich der Familienplanung zu widmen (schwanger ist sie ja schon), wird es zumindest vorerst Zeit für jemand Neues.
Somit kommt uns Miriam Bryant gerade recht und fegt uns bereits mit ihrer Debutsingle „Finders Keepers“ vom Stuhl. Die 21-jährige Tochter eines englischen Bäckers und einer finnischen Lehrerin klingt von ihrer Stimme her nicht ganz so voluminös wie Adele, ist aber dennoch eine ernstzunehmende Konkurrenz. Somit muss sie also keine kleinen Brötchen backen. Wir sind auf das Album gespannt, hören uns aber nun erstmal „Finders Keepers“ an.
Gestern hatten wir in Hamburg das erste Mal über 30°C – also genau der richtige Zeitpunkt, sich langsam um die Wintergarderobe zu kümmern. Wie wärs denn mit einem Pulli aus dem Hause Jil Sander? Zur Auswahl steht ein Pulli mit einem Wal oder mit einem Dinosaurier auf der Brust. Ersterer hat noch einen kleinen Clou: Er verfügt noch über so was wie einen Matrosenkragen bzw. so was wie ein Rücken-Lätzchen, auf dem 2 Dinos eingestrickt sind. Das ergibt zwar keinen Sinn, sieht aber super aus.
Preislich liegen wir im sanderschen Mittelfeld: Der Pulli mit dem Wal kostet um 620€, der Dinosaurier schlägt mit ca. 460€ zu Buche. Es gibt mit Sicherheit günstigere Varianten sich warm anzuziehen, aber sicher nicht mit einem Wal auf der Brust und Dinos auf dem Lätzchen…
Welcher ist dein Favorit?
Bei Brillen registriere ich mit großer Genugtuung, dass sich die Tendenz von der brutal um sich greifenden Kastenbrille Typ „Alain Mikli; 25 Jahre verspätet“ glücklicherweise in großen Schritten weg bewegt. Die fernsehförmigen Brillen in schwarz und kecker-weise auch gern in rot sind ja auch nicht zu ertragen und ich frage mich immer, wie kommt man mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Herr Mikli dies als Avantgarde zeigte, darauf, sich so eine Brille anzuschaffen???
Nach dem fulminanten Ray-Ban Comeback ist nun die Lieblingsmarke von Steve McQueen und Marcello Mastroianni allover: Persol. Ich gebe es ja zu – ich hab auch eine in honigfarbenem Horn und liebe sie sehr.

Ida Keeling – 96 und Shelly Keeling – 60
Die August – Ausgabe der amerikanischen VOGUE, ab heute käuflich zu erwerben, widmet sich unter anderem dem Thema des Alters. Soweit nicht neu. Dennoch wollen wir an dieser Stelle auf diese tolle Strecke hinweisen, die Frauen in verschiedenen Altersstufen aus verschiedenen Berufsfeldern zeigt. Mit dabei unter anderem Mary Soames, 89, Tochter von Winston Churchill oder auch Katie Ford, ehemals CEO von Ford-Models. Anschauen lohnt sich!
Eine Auswahl der Bilder gibts nach dem Klick, die gesamte Strecke gibts bei der U.S. Vogue
Eigentlich haben Boy George und Lana del Rey eher wenig gemeinsam. Warum also hat Herr George sich nun Lanas Debut „Video Games“ angenommen? Wollte er sich nach gewissen Callboy-Skandalen mal wieder im Rampenlicht anderer sonnen? Man weiß es nicht. Man weiß nur, dass es im Video zur Coverversion um die junge Liebe eines englischen Pärchens gespielt von Cesar Polini und Angel Rose geht. Diesen nimmt man ihre Liebe irgendwie nicht so wirklich ab. Dennoch ein gelungenes Cover und wenn das Lied nicht gefällt konzentriert man sich eben auf Cesar.
Seit ein paar Tagen geistert das neue Logo von Saint Laurent durch Netz – in klarer Schrift steht dort „Saint Laurent Paris“ und Hedi Slimane muss dafür auf vielen Blogs und Online-Magazinen Kritik einstecken: Es sei langweilig, austauschbar und einige überlegen, ihr Geld als Investition in T-Shirts mit einem YSL-Druck zu stecken – schließlich sei eine Wertsteigerung nicht auszuschließen. Nunja.
Wenn ich ehrlich bin, ich verstehe den Wirbel nicht, hat Slimane doch nur dem ursprünglichen Saint-Laurent-Rive-Gauche-Logo von Saint Laurent neues Leben eingehaucht, denn das bekannte YSL-Logo aus der Feder des Grafikdesigners A.M.Cassandre wurde für die Haute-Couture-Linie von Yves Saint Laurent 1962 entworfen und schlich sich erst langsam in andere Produktlinien des französischen Designers ein.
Im Grunde ist das neue (alte) Logo eher eine Hommage an den Firmengründer und eine charmante Art, Yves Saint Laurent zu zitieren, oder?
Bei der letzten Haute Couture Kollektion von Chanel stand eindeutig ein Mädchen im Vordergrund, die sicherlich noch häufiger bei Karl Lagerfeld auftauchen wird. Sie ist „very different“ und lenkt wohltuend, wenn auch nicht ganz unumstritten, vom allgemeinen Einheitsbrei der Models ab. Sicherlich ist es mal wieder an der Zeit das es „Typen“ gibt, die zeitlos und vor allem selbständig wirken. Nicht jeden Tag wird eine Stella Tennant, Kate Moss oder Linda Evangelista entdeckt und wenn man ehrlich ist, sind die großen der Laufstege ja jetzt auch fast alle schon im „best ager“ Alter. Eine klassische Schönheit kann man die 1983 geborene Jamie Bochert nicht nennen, aber ein spezieller Typ ist sie auf jeden Fall.
Paris 1965, die Moderedakteurinnen haben den Trend der Zeit entdeckt und akzeptieren endlich das Prêt-à-Porter der Couture den Rang ablaufen wird.
„Lagerfeld,“ so jubelt die Zeitung Herald Tribune, die Amerika bis heute (durch Suzy Menkes) über Pariser Modetrends akribisch informiert, „ist ein Jahrhunderttalent“. Seine Kollektionen für Chloé sind in aller Munde und im Ranking der Newcomer landet er das erste Mal unter den Top Ten, zusammen mit dem Japaner Kenzo und der rothaarigen Sonia Rykiel.
„Eine neue Generation tritt an, um den alten Meisterschneidern den Thron zu entreißen“ konstatiert die Herald Tribune. Bei Karl läufts hervorragend – neben Fendi (das macht er bis heute) hat ihm der texanische Millionär Evan Richards engagiert. Richards hat ein neues Modelabel gegründet: Tiziano-Roma. Unter ihm soll das verkauft werden, was man sich unter amerikanischem Esprit der Mode vorstellt. Er braucht nur noch einen Pariser Modeschöpfer der den Geschmack der oberen Zehntausend trifft.
Peter’s Cuttings Teil 1 – Sommer, Sonne, Karl Lagerfeld und Helmut Newton
Posted on 23. Juli 2012Auch Genies fingen mal klein an. Als Karl Lagerfeld noch Stilist für verschiedene Firmen war (ist er ja heute eigentlich auch noch, nur in anderem Umfang) bekam er von seinen Eltern etwas Geld, weil diese, nachdem sie ihre Villa samt Inhalt versteigert hatten, nach Baden Baden zogen. Er bekam von ihnen das Kapital um einen kleinen Laden aufzumachen. Leerstehende Räume fand er in der Rue de Lille. Dort bot er einen Mix von allem an, was ihm selbst gefiel: Taschen, Gürtel, Handschuhe, Parfüm, Sonnenbrillen – nur keine Kleider, dafür aber die ersten Bücher.




