In den Achtzigerjahren gab es zwei Filme, die die Mode so nachhaltig beeinflusst haben, wie keine anderen: „Jenseits von Afrika“ und „A Passage to India“. Dann kam Bollywood und die Inder werden langsam aber deutlich zu den wichtigsten Kunden für Luxusmode der nächsten Jahre( Horstson berichtete).
Gestern nun zeigte Chanel seine Kollektion aus der Reihe „Metiers d’Art“, die besonders in den Handwerkstechniken und Materialien auf die Zulieferer des Hauses ,Lesage für die Stickerei, Desrues für Schmuck und Knöpfe, Lemarie für Federn und Blumen und Maison Michel für Kopfbedeckungen, eingeht.
Paris -Bombay ein Thema wie aus dem Märchen. Sofort hat man bestimmte Bilder wie das Taj Mahal, das großartige Marmorgrabmal, das ein trauernder Maharadjah für seine große Liebe aus reinem Marmor erbauen ließ, vor Augen.
Dezember 2011
..sieht man nicht aller Tage. Wenn es draußen etwas kälter wird, muss man sich ja was Warmes anziehen – so gesehen am Wochenende beim Einkauf in Hamburg.
Was sagen wir denn dazu?
Letzte Woche überraschte uns die schwedische Fast-Fashion-Kette H&M mit ihrem neuesten Kooperations-Partner: Marni. Und schwupps – alle kennen auf einmal das italienische Label von Consuelo Castiglioni. Vielleicht ist es gerade jetzt der richtige Zeitpunkt, sich die eigentliche Marni-Kollektion für den kommenden Sommer anzuschauen.
Wir sehen im Grunde nichts Neues, allerdings erwartet man es auch nicht zwingend – wie auch in den vorherigen Kollektion wird Color-geblockt und wenn es Muster gibt, dann sind sie bitteschön sehr retro-esque. Das wird Signora Castiglioni für H&M auch können nur eben nicht so hochwertig …
Ach ja, ein Dufflecoat, so weiß wie romantisches Schneegestöber in Hamburg, Berlin, München, Frankfurt, Düsseldorf, Paris, New York und Pusemuckel am See, das wäre es doch für unseren Dufflecoat-Fanclub auf Horstson…
Wir gehen im Sauseschritt auf Weihnachten zu und ich wollte dem Christkind dabei helfen, ein paar Musterstücke für euch rauszusuchen. Das Ergebnis zeige ich euch in diesem kleinen Bericht mit besonderen Mänteln und warmen Jacken. Einige davon vernünftig und erschwinglich, es ist aber auch wieder was für männliche Luxusbienen dabei. Das sind wir unserem Ruf als modische Wirtschaftsförderer schuldig.

“Casa Camper – Kenn ich! Gutes Hotel” so begrüßte mich der Taxifahrer am Berliner Hauptbahnhof vor etwas über einer Woche und ich finde das ist ein gutes Gefühl. Auf der Fahrt zeigte er sich dann auch weiter sehr gesprächig und nach knapp 20 Minuten Fahrt kamen wir dann auch an, in Berlin Mitte – dem Disney-Land der Trends und der Hochburg der aufgesetzten Coolness.
Das Bloggerkarussell dreht sich … und drinnen sitzt heute Daniel
Posted on 6. Dezember 2011Auf geht’s zur vierten Runde Bloggerkarussell: Heute zirkuliert Daniel von EQ Style (Ein Quantum Style) und widmet sich dem shoppenden Mann…
Der shoppende Mann – Wirklich so neu?

In unzähligen Magazinen können wir es in diesen Tagen lesen: Mann shoppt gerne. So wie sich die Frauen eben einige Männerdomänen erkämpft haben, tut es der Mann ihnen nun gleich. Männer entdecken Kosmetik für sich und tragen auch mal ihre eigenen Einkaufstüten und nicht nur die der Herzallerliebsten. Früher, ja, früher da kaufte sich der Mann eine neue Hose nur, wenn sie vollkommen durchlöchert war, wenn sie kaum mehr zusammenhielt. Dies erledigte er zwischen Sportschau und der nächsten Dose Bier. So war der Mann.
Do not break in case of Emergency x Die Converse Nikolaus- Schuhoffensive in Berlin
Posted on 5. Dezember 2011Gut. Mit Converse verbindet man jetzt in erster Linie nicht unbedingt warmes Schuhwerk. Aber das wird sich in den kommenden Tagen zumindest in Berlin verstärkt ändern. Da hat man nämlich ab dem Nikolaus-Tag die Möglichkeit an insgesamt 10 Plätzen in Mitte und Kreuzberg (und ich frage euch: WO AUCH SONST?) in eigens aufgehängten Emergency Kästen einzelne Schuhe des Converse „Outsider Boots“ zu finden.
In Paris machen bereits in einigen der Modehäuser zwei Drittel der Umsätze Kunden aus China und den neuen Märkten Russland und Naher Osten aus.
Als neueste Zielgruppe bilden sich seit einigen Jahren die Inder heraus. So hat Hermès bereits 2008 ein indisches Jahr in seiner Kollektion gehabt und speziell leichte Taschen und besondere stilistische Elemente, wie die flamboyanten Farben und die leichten Seidenstoffe verarbeitet. Das Jahr war eines der erfolgreichsten Geschäftsjahre und die Eröffnung zahlreicher Boutiquen in Indien folgte.
Morgen wird Karl Lagerfeld seine Art et Métiers Kollektion mit dem Titel „Paris-Bombay“ für Chanel vorstellen. Nach „Paris-Moskau“, vor einigen Jahren und der „Paris-Shanghai-Kollektion“ ist „Paris-Bombay“ wieder eine Hommage an die Zielgruppe, die in Zukunft die Hauptumsätze bei Haute Couture und gehobener Luxusmode machen wird.
Huch, immer diese Verträge …
Geht euch das nicht auch so: Ständig reißt sich ein neues Unternehmen darum, mit euch zu kooperieren und am Ende sind das so viele Verträge, dass es euch so ähnlich geht, wie Paris Hilton, die den Ort der jeweiligen Promotion, für die der Auftraggeber vorab 100.000 Euro überweisen musste, vom Teleprompter ablesen müsste oder Karl Lagerfeld mit Breuninger.
Man weiß es nicht, aber Karl Lagerfeld scheint seine Kooperationen schon vom Blatt ablesen zu müssen, wollten ihm solche Irrtümer nicht unterlaufen, wie gerade in der letzten Wetten Dass Sendung geschehen.
Ich hab’s natürlich mal wieder nicht gesehen, aber Horst hat mir den Tipp gegeben und so musste ich einfach in das Video auf Yt rein linsen und drüber schreiben. Aber seht selbst:
Günter Jauch fand Lagerfelds Vertragsamnesie so amüsant, dass er sich öffentlich zu einem Gefühlsausbruch hinreißen ließ und beinahe eine Rolle vorwärts aus dem Wetten dass Sofa gemacht hätte …
Der Meister aller modischen Klassen geriert sich wie ein Nimmersatt, wenn es um Kooperationen geht und vergisst dann schon mal eine, wenn man ihn danach fragt. Wozu dann solche Verträge schließen? Wenn man ohnehin schon seit mehr als zwanzig Jahren der Größte im Fashionzirkus ist, kann man doch nicht mehr weiter wachsen.

Seine erschwingliche KARL Kollektion wird es jedenfalls trotz Erinnerungslücken ab dem Frühjahr exklusiv bei Breuninger geben. Kann es wirklich sein, dass er das schon vergessen hatte? Und warum macht er sowas denn, wenn ihm das Engagement nicht bedeutend genug ist, danach befragt, dazu zu stehen. Braucht das Selbstwertgefühl des erfolgreichsten Designers aller Zeiten diese Art Kick? Schwer vorstellbar.
Ungetrübt von Karls Lagerfelds Umgang mit dem Kunden startete Breuninger vor etwas mehr als einer Woche das Online-Casting für ein Shooting mit Karl Lagerfeld. Das Fashion- und Lifestyle-Unternehmen sucht via facebook Models für ein Mode-Shooting und „Meet and Greet“ mit dem Star-Designer.
Und ab dem Frühjahr 2012 können wir alle Karl Lagerfelds neue Modelinie KARL in den Breuninger Department Stores kaufen. Das mit der Social-Network-Casting-Aktion gefundene Model ist dann zusammen mit Karl Lagerfeld auf der Aufmacherseite der KARL-Modestrecke zu sehen, die im März 2012 im Breuninger Fashionmagazin erscheint.
Mon Dieu Breuninger! Bis dahin kann jemand aus dem handverlesenen Tross des Kaisers ja noch die Verträge hervorkramen und Mons. Lagerfeld flüstern, was er da gerade so alles an Kooperationen am Laufen hat.
Denkt man an Haute Couture, hat man sofort kostbare Stoffe, Spitzen, kunstvolles Handwerk und nicht zuletzt Stickereien der aufwendigsten Art vor Augen. Früher gab es in Paris zahlreiche Stickerei-Ateliers wie Ginisty oder Jean Guy Vermont, sowie hunderte kleine Ateliers, die dann die Aufträge von unzähligen Couture-Häusern in Heimarbeit an Stickerinnen aus der Pariser Umgebung vergaben.
Mit dem weniger werden von Haute-Couture-Häusern in den Siebzigerjahren verschwanden viele dieser Unternehmen oder spezialisierten sich wie Vermont auf Dekorationsstoffe.
Heute existieren nur noch wenige „Brodeure“, wie die Sticker in Frankreich heißen und der berühmteste und größte ist Francois Lesage. Seit 2002 gehört er zu den Unternehmen, die Chanel gekauft hat, zum Schutz des Handwerks und zum Erhalt der Zulieferer.











