Monthly Archives:

September 2011

Interieur

Fashiondesigner Hotels – Bottega Veneta Suite in Rom

Meine gute Freundin Irene wohnt seit einigen Jahren in Rom. Sie hat eine so tolle Wohnung mit einer großartigen Dachterrasse mit Blick über die Dächer der ewigen Stadt. Tolle Restaurants, Bars und ein typischer italienischer Wochenmarkt liegen praktisch vor Ihrer Tür. Bei Ihr zu wohnen ist unbeschreiblich. Besser geht es nicht, Basta.
Die einzige Unterkunft die mich für eine Nacht in Rom aus der Casa Irene weglocken könnte ist eine Suite im luxuriösen St.Regis Grand Hotel.

Continue Reading

Allgemein

Men only!

Nachdem sich bereits sämtliche Ladys die roten Sohlen abgelaufen haben kam der Edelschuster Christian Louboutin vor einiger Zeit zusätzlich mit einer Männer-Kollektion daher.
Die ist bisher auch gar nicht so schlecht. Natürlich keine Schnäppchenpreise, aber das war ja auch nicht zu erwarten. Von nietenbesetzten Samtpuschen, bis zum schlichten Leder-Loafer, über funky Sneaker und schlechtwettertauglichen Gummistiefeln (eine Hunter-Kooperation) ist wohl für fast alle Geschmäcker etwas dabei.

Continue Reading

Allgemein

Der Wolverine 1000 Mile Addison Boot

Ob die Proclaimers an diesen Schuh gedacht haben, als sie 1993 ihren Songtext schrieben: But I would walk 500 miles / And I will walk 500 more / Just to be the man who walked a thousand miles / To fall down at your door? Ich bin jedenfalls sicher, dass die Dame, an die sich diese Zeilen richteten, ganz begeistert gewesen wäre – vom Lied sowieso, aber auch von dem 1000 Mile Addison Boot von Wolverine. So stelle ich mir einen Herrenschuh vor: praktisch und bequem (falls er mal eben darin 1000 Meilen zurücklegen muss) und trotzdem stylish (dank wieder wahnsinnig angesagten Budapester-Designs).

Continue Reading

Allgemein

Fashiondesigner Hotels – Bulgari Resort auf Bali

Es gibt Hotels, die sind zu schön um wahr zu sein. Das Bulgari-Resort auf Bali ist so eins. Der italienische Architekt Antonio Citterio hat es entworfen und mixt traditionell fernöstliche Bauweise und Kunstwerke mit modernen europäschem Design und Dekoelementen. Die 59 Villen liegen direkt am Indischen Ozean und bieten alle einen traumhaften Blick auf selbigen (sowie eine Bang&Olufsen-Sound und Videoanlage). Die Bulgari-Villa kann zusätzlich noch mit einem Privat-Kino und einem eigenem Spa-Raum aufwarten. Wer möchte sich auch schon im Haupt-Spa mit dem gemeinem Fußvolk durchkneten und betüdeln lassen. Der ganze Spaß kostet rund 6.000 Euro, die normalen Villen sind dagegen schon ab einem Schnäppchenpreis von 700 Euro zu haben.

Continue Reading

Allgemein

Das A-Z weiblicher Stilsünden, Teil II

Weiter geht es, liebe Leser, wie schon im ersten Teil angekündigt. Wir legen also direkt ohne Vorwort los:

Individialität

Genau genommen geht es um ein Erscheinungsbild ohne eigenen Stil. Durch den Warendruck der marktbeherrschenden Textilketten sehen junge Frauen im Straßenbild immer gleicher aus, weil sie alle ähnliche Klamotten bei denselben Textilketten einkaufen. Ist nicht schlimm, so auszusehen wie alle, nur sollte man dann eventuell überdenken, wirklich jedes stinklangweilige und vollkommen alltägliche Outfit, mit dem man mangels origineller Ideen und Geschmack auf die Straße geht, auf facebook oder dem eigenen Modeblog zu posten. Wie gut, dass es Vorbilder gibt. Hier mal wieder Carole Alt und eine coole Unbekannte, die einen sagenhaft guten Farbgeschmack hat.

Continue Reading

Interieur

IKEA Mänland – shoppst du noch oder spielst du schon Xbox?

Schweden gilt ja als ein unglaublich fortschrittliches Land. Nun ist es aber die IKEA-Filiale in Sydney, die eine längst überfällige Idee hatte: das Mänland! Analog zum grandiosen Småland, wo genervte Mütter ihre Kinder unter Aufsicht in einer Spiellandschaft aus hauptsächlich Massen an kleinen bunten Bällen abgeben können, kam die Geschäftsleitung in Sydney nun auf die Idee, ein Mänland für die Herren der Schöpfung einzuführen. Wie darf man sich das vorstellen? Männer in Anzügen bewerfen sich mit kleinen bunten Bällen hinter einer Glasscheibe? Ganz so sieht die Spiellandschaft im Mänland nicht aus:
Während ihre Frauen in Ruhe durch die Möbelausstellung spazieren und auch wirklich jedes Sofa Probe sitzen können, ohne dass jemand entnervt auf die Uhr schaut und jammert, dass die Sportschau doch gleich anfange, können ebenjene männlichen Begleiter Xbox oder Tischfußball spielen, Hot Dogs essen und andere wahnsinnig maskuline Dinge tun. Könnte es also bald heißen: „Dr. Paul Meier möchte hat sich mit Ketchup bekleckert und möchte aus dem Mänland abgeholt werden“? Bei uns wohl leider so schnell nicht – und auch die Männer in Sydney müssen erst mal wieder mitshoppen: Das Mänland war (zumindest vorerst) nur ein PR-Gag zum australischen Vatertag am letzten Wochenende. Schade eigentlich.

Interieur

Fashiondesigner Hotels – Karl Lagerfeld: Schlosshotel Grunewald Berlin

 

1911 wurde im Grunewald für die Familie von Pannwitz ein Haus im Stil der italienischen Renaissance für die damals aberwitzige Summe von 5 Millionen Goldmark gebaut. Nach wechselvoller Geschichte vom Privathaus über als Botschaft genutztes Haus wurde es  schließlich und endlich, nach dem zweiten Weltkrieg, zum Hotel. Gerne wurde es für Filmaufnahmen genutzt und die Westberliner, vor allem die Filmprominenz, traf sich nur zu gerne dort.

Continue Reading

Allgemein

Wer denkt sich bloß all die Namen aus?

Preußischblau, Zinnoberrot, Lapislazuli … ihr merkt schon, es geht um Farben. Früher war das einfach, es gab keine Modeindustrie und man bediente sich einerseits in der Kunst mit ihren kostbaren organischen Pigmentfarben, so ferne man Zugang dazu hatte, oder, die Farben kamen aus der Natur, von Blumen, den Früchten und Nahrungsmitteln, die man erntete oder vom Markt holte.
Dass sich seit der Renaissance und dem fünfzehnten Jahrhundert nicht nur in der Malerei so einiges getan hat, wissen wir alle. Heute gibt es mehr Farben, die von wenigen Fachleuten benannt werden können oder zumindest in einer der Pantone-Tabellen eine Nummer haben, als das menschliche Auge wahrnehmen beziehungsweise unterscheiden kann. Und Namen sind da klarerweise für Verbraucher Schall und Rauch. Ist auch besser so, denn die meisten Menschen folgen der Gewohnheit, alle Rottöne Rot zu nennen und alle Brauntöne Braun. Wir sagen zu einem Milchkaffeebraun nur dann, dass es eines ist, wenn wir modische Gründe haben, Farbberaterinnen sind oder eben zu der Minderheit von Verbrauchern gehören, die eine hohe Affinität zu Farben, deren Zuordnung und Unterscheidung hat. Für den Rest ist Milchkaffeebraun einfach ein helleres Braun.

Es gibt aber Leute, die lange vor dem Farbtrend, der sich dann mehr oder minder feststellbar in neuen Kollektionen und auch in anderen Bereichen wie Wohntextilien und Möbeln abzeichnet, daran arbeiten, eine logistische Ordnung in das Farbthema zu bringen, die von der Industrie gebraucht wird.

Stoffhersteller, Strumpfhersteller, Schuhhersteller, Kosmetikfirmen, Möbel- hersteller, Wandfarben- und Tapetenhersteller und so weiter brauchen als Grundlage für ihre Arbeit die Sicherheit; dass ihre aktuellen Kollektionen von den Einkäufern und den Verbrauchern einem Saisontrend zugeordnet werden können.

Zwar gibt es immer Labels, die sich gar nicht davon beeindrucken lassen, aber je weiter die Verbreitung der Klamotten ist, desto wichtiger werden auch Farbtrends.

Darum kümmern sich dann die Trendleute bei Intercolor, einer Organisation in Paris, die nichts anderes tut, als unsere industrielle Farbordnung zu terminieren, den Farben beziehungsweise Mischfarben klingende Namen zu geben und geeignetes Informationsmaterial, wie die „Intercolor Color Card“ herzustellen und zu vertreiben. Aber auch Intercolor macht das nicht freihändig, ohne Vernetzung mit Trendbüros und der Industrie. Alle Interessengruppen entsenden Vertreter und die führenden Trendforscher sind sowieso bei allen Vorbereitungsprozessen von Trends mit dabei. Das Alles zwei Jahre vor dem Zeitpunkt, zu dem die neuen Farben dann im Handel erscheinen.
Wenn dann, wie in der kommenden Saison, ein Orange namens Tangerine Tango zu den Farben der Saison zählt, dann soll sich der Nutzen nicht alleine darauf beschränken, dass Hersteller die Trends kommunizieren und damit den Einkäufern Orientierung bieten, seit langer Zeit verknüpft man diese Vorgänge mit Lifestyles, aus denen sich Farbpräferenzen und Stimmungen ableiten sollen. Dem Stimmungsbild dessen, wie wir zu dieser Zeit gerade so drauf sein werden. Alles ist Marketing, in einer von Waren übersättigten Welt.
Die großen Vordenker in Sachen Farben sind nicht mehr die Renaissancemaler oder Künstler mit einem geschulten Auge für jede noch so kleine Nuance, mit der sich neben der alles entscheidenden Farbe auch deren Anmutung in Licht und Schatten perfekt hin zu Täuschung oder Wirklichkeit verändern lässt.
Es sind all die Trendgurus wie Li Edelkoort, Vordenkerin, Autorin und Herausgeberin unzähliger Publikationen zum Thema … ihre Kollegen und ein paar Intercolor-Farbnerds und exponierte Vertreter der Industrie, die sich das, was wir dann haben wollen sollen, lange Zeit davor ausdenken und dem Kind einen besonders schönen Namen geben.
Wen’s besonders interessiert, der guckt hier rein:
Reading the signals (Li Edelkoort) – DLDwomen 2011

Die von Pantone für die Männerkollektionen der Saison Sommer 2012 herausgegebenen Farben (2.Bild von oben) lauten der Reihe nach:
Dazzling Blue 18-3949, Vintage Khaki 16-0205, Granita 19-2039, Hawaiian Ocean 17-4540, Starfish 16-1120, Tangerine Tango 17-1463, Sodalite Blue 19-3953, Solar Power 13-0759, Tradewinds 15-4307 and Grass Green 15-6437

Allgemein

Streetstyle New York

Machen wir uns nichts vor: Streetstyle ist genauso out wie tägliche Outfitbilder posten. Wie ich auf diese Idee komme? Irgendwann hat man es über, sich immer die angeblich perfekten gestylten Menschen anzuschauen, die im Grunde ganz genau wissen, wo man sich strategisch klug aufhalten muss, um von den Fotografen erwischt zu werden – in Paris ist es z.B. bei den Frauenschauen der staubige Platz des Jardin des Tuileries, wo Blogger den Style der Stadt einfangen wollen und sich die Zeit vertreiben, weil sie keine Einladungen zu den Modenschauen haben.
Spass machen die Streetstyle-Bilder auch nur dann, wenn gute Fotografen am Werk sind – Tommy Ton ist so ein Fotograf bei dem es (noch) Spass macht, seine Impressionen aus den Modemetropolen anzuschauen – wie folgende Bilder für die GQ

Continue Reading

Interieur

Fashiondesigner Hotels – Palazzo Versace ­in Australien

Versace hat ein Hotel. Und wie stellt man sich ein Hotel unserer Lieblings-Donatella vor? Richtig: Gold, Kitsch und viele, viele Medusen. Ganz genau so sieht der Palazzo Versace an der australischen Gold Coast aus. Im Jahr 2000, drei Jahre nach Giannis Tod, hat seine Schwester das Hotel eröffnet. Die 200 Zimmer des – im wahrsten Sinne des Wortes – Palastes sind mit verschnörkelten Kissen, riesigen Perserteppichen und barocken Tapeten aus der Versace Home Collection ausgestattet und kosten zwischen etwa 300 und 2.000 Euro die Nacht.

Continue Reading