Sie hatte die Schnauze voll immer nur die Beilage und schmückendes Objekt ihres Mannes zu sein. Sie fühlte sich wie Catherine Deneuve in „Das Schmuckstück“. Eines Tages beschloss sie, dass damit nun Schluss sein müsse. Sie würde nun nicht mehr länger auf das Machofleisch namens Steak angewiesen sein. Hat sie doch auch alleine sehr viel zu bieten und es nicht nötig neben dem Knoblauchbrot immer die zweite Beilagengeige zu spielen. Sie wollte einen Neustart. Doch so einfach war das nicht, galt sie doch als angestaubt und ihre Haut war auch schon etwas braun geworden. Also musste etwas her, das ihr Ansehen steigert und Aufmerksamkeit erregt. Ein Künstlername! Er sollte außergewöhnlich und südländisch klingen, denn das mag das Publikum. Und es sollte ein Name sein, der sich einem nicht sofort erschließt. Also überlegte sie Tag und Nacht und kam zu dem wunderschönen Namen „Kumpir“.
6. Mai 2011
Ich habe ein von Gott gegebene Abneigung gegen Flip-Flops Zehenstegsandalen und bin froh, wenn ich die Dinger in erster Linie nicht sehen und in zweiter Linie nicht hören muss: Ich mag weder einen Fuss in einem dieser Schuhen sehen, noch dieses komische Geräusch hören. Froh war ich, dass sich einige Firmen komplett von der Idee, einen solchen Schuh zu entwerfen, freigesprochen haben – allen voran Converse.
Converse liebe ich, besitze um die 10 Paar und ich weiß, dass auch die anderen Horstson Schreiber ein beachtliches Chuck-Repertoire in allen Farben haben. Nur obiges Paar wird hoffentlich nie in einen Schuhschrank von uns wandern – wir hätten ein Geschmacksproblem, denn ein Hybrid aus Converse Chuck Taylor und Zehenstegsandale kann ich nichts abgewinnen – und Du?
Zu weiteren Bildern der Chuck Taylor All Star Sandale gibts nach dem Klick
Diese Frage habe ich mir schon bei den ersten Berichten, die ich über die Met Costume Institute Gala 2011 gelesen habe, gestellt. Klar – Entwürfe von Alexander McQueen, denn schließlich widmet sich die Ausstellung dem Werk des englischen Modedesigners, der am 11. Februar 2010 durch den Freitod aus dem Leben schied. Rund 100 Ensembles plus 70 Accessories aus Kollektionen aus 19 Jahren kreativen Schaffens Alexander McQueen’s werden gezeigt und durch Kommentare (unter anderem von Sarah Burton und Andrew Bolton, dem Kurator der Ausstellung) ergänzt.
Einen kleinen Einblick gibts im Ausstellungskatalog mit Bildern von Sølve Sundsbø oder nach dem Klick – und wenn ich ehrlich bin: Die Kollektionen machen einen immer noch sprachlos, oder?
Fester Glaube, in der Waschmaschine waschbar bis 90 Grad? x Muslim-Message-T-Shirts von Styleislam
Posted on 6. Mai 2011Ich gebe es zu, ich hab’s ja schon sehr mit bedruckten T-Shirts und ich habe auch an Ostern ganz freiwillig den kleinen Modebericht zu den prachtvollen Roben des Heiligen Vaters und seiner Gefolgschaft geschrieben. Aber als euer Lieblingsblogger Horst mir schon am vergangenen Freitag den Tipp gab, ich könnte doch über das erfolgreiche Label Styleislam schreiben, das er im Spiegel entdeckt hatte, da war ich sehr unsicher, ob ich dazu trotz meiner verkorksten und eher nicht mehrheitsfähigen Haltung, der zu Folge jede Religion Folklore ist, in der Lage sei…. Da das beileibe nicht der erste Bericht wäre, den man als Daisy-Fehlversuch bezeichnen könnte, getraue ich mich nun doch drüber.
„Terrorism has no religion“, das ist eine der Botschaften, die man bei Styleislam seit einigen Jahren auf Buttons und T-Shirts druckt, und zwar so erfolgreich, dass man von einem Label sprechen kann. Ursprünglich ging es dem Grafiker Melih Kesmen aber nicht um eine erfolgversprechende Geschäftsidee, als er vor fünf Jahren auf ein T-Shirt das Bekenntnis „I Love My Prophet“ druckte. Dass daraus dann im Lauf der Jahre doch die Idee zu einem profitablen Modeunternehmen entstand, hat mit der überwältigenden Resonanz zu tun, die dieses erste T-Shirt mit dem Bekenntnis zu Alah auslöste. Heute ist Styleislam ein deutsches Unternehmen mit sieben Mitarbeitern und dem Geschäftsgegenstand: Urbane Kleidung mit muslimischen Botschaften.
Als ich diese Eigenaussage gelesen hatte, tauchten Reihenweise Bedenkenträger der westlichen Welt vor meinem geistigen Auge auf, die in der Aussage Urbane Kleidung mit muslimischen Botschaften auf jeden Fall einen Widerspruch in sich sehen würden. Schwarz-Weiß gedacht lässt sich auch das Thema der Kluft zwischen den Weltreligionen besser in Schubladen verstauen…. Und jeder von uns kennt Leute, die tatsächlich denken, in Istanbul oder Ankara läuft man überwiegend verschleiert durch Gassen und Straßen und jeder Türke ist praktizierender Muslim.
Die ersten Erfahrungen mit seinen T-Shirts hat Kesmen 2005 in London gesammelt, wo man ihm das T-Shirt vor Begeisterung, so der Erfinder, am liebsten vom Leib gerissen hätte. Das ist umso verwunderlicher, als durch die Gewalt, die mittelbar durch die Veröffentlichung der Mohammed Karikaturen in der dänischen Zeitung „Jyllands-Posten“ ausgelöst wurde, gewalttätige Proteste und Terroranschläge auch Menschenleben forderten. Kesmen ging es darum, ein Zeichen dagegen zu setzen, dass man seine Religion mit Hass und Gewalt verband.
Ob das tatsächlich bei den unbeirrten Sarrazynisten funktioniert hat, darf bezweifelt werden. Ich glaube, dass solche Botschaften eher ein gutes Gefühl bei denen auslösen, die ohnehin mit Durchblick gesegnet sind. Aber das bedeutet nicht, dass ich der Idee gar nichts Positives abgewinnen kann. Ich finde es gut, wenn junge Leute ganz selbstverständlich ein selbstbewusstes Leben für sich einfordern, gerade weil es an der Schnittstelle der Kulturen mehr Missverständnisse als klare nachvollziehbare Positionen gibt. Mir ist da aber auch bei allen Religionsvertretern zu viel Druck im Kessel. Schließlich gibt es weltweit Studien, die belegen, dass die eigene Religion auch bei denen zu einem reflexhaften Verhalten und Empörung führt, die zur Mehrheit der nicht praktizierenden Gläubigen einer Religion zählen. Mögen sich die muslimischen Pendants zum Taufscheinkatholik scheinbar noch viel artiger dem Willen der Prediger und Kirchenoberhäupter beugen, die Gedanken der Menschen sind auch hier völlig frei…. und das Versprechen der Einhaltung der Zehn Gebote verkommt nicht selten zum Lippenbekenntnis…..
Die Kollektion von Styleislam wird mittlerweile in alle Welt verkauft. Shops gibt es bisher in Riad, Istanbul und Medina. Zur Zeit sucht man in Duisburg und Dortmund nach einem geeigneten ersten Standort für einen Styleislam Shop. Dort werden dann neben den schon erwähnten Botschaften Sprüche wie „Make Çay Not War“ (Macht Tee, keinen Krieg), „Du’a – The Weapon Of The Believer“ (Bittgebete – die Waffen eines Gläubigen), „Hijab – My Right, My Choice, My Life“ (Das Kopftuch – mein Recht, meine Entscheidung, mein Leben) oder „Salah – Always Get Connected“ (Das Gebet – verbinde Dich immer) auf T-Shirts, Hoodies, Babystrampler, Armbändchen, Taschen und so weiter gedruckt, ganz ohne Glaubensbekenntnis an jeden Kunden mit Sendungsbewusstsein verkauft werden…
Wer gerne ein Shirt mit dem Aufdruck „Jesus Was A Muslim“ gekauft hätte, kommt allerdings zu spät. Das hat man nach Protesten aus Bayern freiwillig aus dem Programm genommen. Herrschaftszeiten noch a’moi, dös wär‘ ja noch schöner, do könnt‘ ja jeder daherkommen und so was behaupten. Wo wir Taufscheinchristen doch ganz genau wissen, wie das mit Jesus wirklich war…
So ein Thema schreit geradezu danach, dass ihr euch einschaltet, liebe Leser, sagt ihr mir bitte, was davon zu halten ist. Ist Styleislam nur eine clevere Geschäftsidee oder doch mehr? Auf jeden Fall hat sich euer Lieblingsblogger Horst, im Herzen ganz investigativer Vollblutjournalist, dahinter gesetzt, Melih Kesmen um ein Interview zu bitten, das wir euch, falls er unsere Fragen brav beantwortet, zu späterem Zeitpunkt bringen werden…



