Keine Ahnung, wer damit angefangen hat. Lagerfeld war sicher unter den ersten Kreativchefs eines Modeimperiums mit eigenem Markenkurzfilm. Nun hat sich Thomas Maier von Bottega Veneta darüber gewagt als Creative Director einen Film mit Impressionen von Menschen im Hotel zu machen. Es sind schöne Menschen, die da mit ihren Bottega Veneta Gepäckstücken ankommen, die Zimmer beziehen; in weißen Hemden auf weißen Laken liegen, nach Necessaires, Maquillage-Täschchen und anderen Lederaccessoires greifen. Mit sanfter Hand die Stores lüpfen um nach Draußen zu sehen. Da ist nur ein nächtliches Häusermeer, die Straße und schwarze Autos. Keine Menschen, keine Reklametafeln. Auch keine Farbe. Nur Licht hinter Fenstern. Alles in dem Film tritt hinter den Accessoires aus der klassischen Linie von Bottega Veneta für die Reise in die Nacht unter Fremden im Hotel zurück. Dort, wo grelle Lichter aufflackern sind es Blitzlichter, die Gepäckstücke aus Echsenleder in Szene setzen. Und sonst: Rauch vor schwarzem Hintergrund. Weiße Lilien vor ebendiesem. Thomas Maier spricht zwar davon, dass es um die Faszination dessen geht, wie Menschen im Hotel ihr Geheimnis nicht preisgeben, aber sehen kann ich das ehrlich gesagt nicht. Zu viel Gedöns um eine reduzierte Ästhetik, zu wenig Sinnlichkeit und erlebbare Spannung. Und die Darsteller stemmen die Geschichte nicht. Sind zwei Models, denen man ansieht, dass sie nach dem Dreh wieder in den Flieger hüpfen werden…. Aber die gezeigten Accessoires enttäuschen nicht. Ist halt Bottega Veneta. Alles premium. Inklusive schwarze Schlafmaske aus Leder geflochten… und schönen fremden Menschen im Hotel.
Regisseur: Christian Weber; Models: Patricia van der Vliet und Terron Wood.
Gedreht im Setai Hotel New York; Creative Director Thomas Maier




