Dezember 2010
Als Horst mich fragte was mein modisches Highlight im auslaufenden Jahr war musste ich gar nicht allzu lange nachdenken.
Denn mein persönliches Highlight ist seit Jahren immer gleich und quasi ein Blomquist-Klassiker.
Ich liebe Streifenshirts – Paris anscheinend auch – zumindest berichtete das ARD Mittagsmagazin drüber und interviewte Besucher der Louis Vuitton Show… 😉
Dazu eine gut geschnittene Jeans oder eine lässige Chino und ein ordentliches Paar abgelatschter Chucks und ich bin Happy.
Sieht mit Cardigan oder Sakko drüber auch immer gut aus.
…ich werde zwar dem Vorhaben nach steinalt, aber ein Jahr weniger auf der Uhr regt auch mich dazu an, kurz darüber zu sinnieren, ob es ein gutes Jahr war, das ich ja schließlich nicht Minute für Minute effektiv und sinnvoll genutzt habe, weil ich das gar nicht könnte: Ja, war es für mich! Bin damit gesegnet, schon mein ganzes Leben jeden Morgen gut gelaunt zu erwachen (ich glaube ich habe zu viel Serotonin) und den lieben langen Tag das machen zu dürfen, was ich gut kann und sehr, sehr gerne mache. So gerne, dass ich immer noch zu viel arbeite, obwohl ich mich schon dramatisch gebessert habe. Bin zwar talentmäßig weit von Karl Lagerfeld entfernt, teile mit ihm aber die Ansicht, dass Freizeit und Urlaub was für die Anderen bzw. Schwerstarbeiter sind ….Als Symbol für meine angenehme Arbeit, die ich sehr liebe, zeige ich euch ein nettes Selbstportrait eines meiner Lieblingsfotografen, im Bärenkostüm, weil euer Lieblingsblogger verrückt nach Bären ist. Aber Horsts Fragestellung an uns Schreiber lautete ja: Was war dein Modehighlight 2010? Oder so ähnlich.
Ich könnte sehr viele nennen, schließlich war 2010 ein spannendes Jahr, aber wenn ich das Jahr Revue passieren lasse – drei Dinge sind mir im Kopf geblieben

Ganz klarer Fall und da brauchte ich gar nicht lange drüber nachdenken: Nena bei Hugo Boss. In einem Alexandre Vauthier Kleid, dass mich noch heute vom Hocker haut und einer Monika Kulihova Tasche, zeigte sie den anderen Gästen der Modenschau, dass man nicht mausgrau, steingrau oder schwarz zu einer Boss Show tragen muss, sondern auch etwas internationales Format auf dem roten Teppich haben darf. Danke NENA!
Es ist die Zeit zwischen den Jahren und dort schaut jeder eigentlich mal kurz auf das Jahr zurück und erwischt sich dabei, schöne und blöde Erinnerungen Revue passieren zu lassen. So tue auch ich es.


2010 war ein sehr bewegtes Jahr was meinen Beruf betrifft und es haben sich viele neue Perspektiven aufgetan, eigentlich kann ich resümieren das ich ein glücklicher Mensch bin und es gibt doch so ein paar Sachen die mich besonders in diesem Jahr inspiriert haben, neben den Dingen die eigentlich schon lebenslang meinen Charakter ausmachen. Nun sind diese Dinge aber verschiedener Art und ich versuche mal den Bogen zu bekommen:
Mein modisch absoluter Lieblingskauf in diesem Jahr, schließlich ist diese ja auch ein Modeblog, waren die Mickey Mouse Turnschuhe von Jeremy Scott für adidas. Ich liebe sie sehr und wage es kaum sie zu tragen – sie werden mich sicherlich ein Leben lang begleiten – schließlich kommt Mickey ja niemals aus der Mode. Thomas hasst die Schuhe und meint ich mache mich lächerlich damit – seis drum. Die Dinger sind ja auch eher ein Dekorationsobjekt für die Wohnung als Alltagsschuhe.
Die schönste Kollektion was Mode betrifft war in diesem Jahr eindeutig für mich die Paris-Shanghei Art et Metiers Kollektion von Karl Lagerfeld für Chanel.
Nur eine von vielen brennenden Fragen, die sich mir bei der Fortsetzung des Silvesteroutfit-Shoppings für die vier Horstson Männer stellten. Horst und Blomquist haben ihre Sachen ja schon vorhin bekommen. Jetzt wird Jan und Peter
was richtig Schickes verpasst. Als ich mir Peter vor meinem geistigen Auge erscheinen ließ, hatte ich sofort die Eingebung, dass er den Jahreswechsel möglicherweise in roten Samthosen feiern sollte. Geworden ist es eine richtig preisgünstige Cordsamthose von Fred Perry, zu der ich allerdings noch eine in sich karierte Trussardi Hose als dezente Alternative gefunden habe, die Peter bestimmt auch gut steht. Zumal hier der runter gesetzte Alain Delon und die Diva Sophia Loren, beide überlebensgroß und dekorativ auf weiße T-Shirts von Pagano gedruckt, ins Spiel kommen. Schwere Entscheidung, Peter, der Moment, in dem möglicherweise der vorwitzige Rehpinscher mit Hut, der auf dem schwarzen Lanvin T-Shirt für gute Laune sorgt, bei dir punkten kann….
Ich bin mal ganz mutig und kaufe ein Silvesteroutfit für Horst …..
Posted on 29. Dezember 2010…. und weil ich schon dabei bin, auch für den lieben Schreiberkollegen Blomquist eines. Horst hat uns ja schon am 19. Dezember in die Woche auf Horstson wissen lassen, dass er intensiv über sein Silvesteroutfit nachdenkt, und, dass er darin aussehen möchte wie ein Chinaböller der Klasse A …. Also, ich glaube, es geht Horst um einen spektakulären Auftritt in Hamburgs Nachtleben, ohne pyrotechnische Effekte, mit dem er seine modische Haltung rückblickend für das abgelaufene Jahr und vorausschauend auf das kommende Jahr zugleich unter Beweis stellen kann. Ob ich das schaffe? Egal, ich wollte immer schon mal einen Auftrag als Personal Shopper von Horst bekommen, also tu ich einfach so. Klar, dass ich Blomquist auch gleich ein Silvesteroutfit vorschlage, mit dem er praktisch auf jeder Party glänzen könnte, auch wenn ich mich dabei wahrscheinlich zum Affen mache ….. Peter und Jan bekommen ihre Silvesterklamotten dann heute abend geliefert. Bin gespannt, was Peter dazu sagt, dass sein Outfit untenrum farblich zwischen Hermès Firmenfarbe und Dalai Lama oszilliert, und, dass er obenrum die Qual der Wahl zwischen Sofia Loren, Alain Delon und einem Rehpinscher mit Krönchen hat. Aber nun endlich zu Horsts und Blomquists Silvesteroutfits.
Ich habe zwar weder Karl Lagerfeld, noch einen Giabiconi-Topmalemodel-Kurzauftritt für euch, wie Horst vor ein paar Tagen, der damit mal wieder der Erste war, dafür habe ich die bessere Kampagne und den charmantesten Spot für ein Auto. Das Commercial „Sonntagsfahrer“, für das die Agentur Jung von Matt am Neckar verantwortlich zeichnet, bringt mich zum Schmunzeln und erfüllt alles, was gute Werbung, die es in 45 Sekunden auf den Punkt bringt, können muss. Da wirkt nichts künstlich mit Promis überfrachtet, weil die Idee eben nicht an den Haaren herbeigezogen wurde.
Im Making-Of erklärt der Creative Director, dass alles damit begann, dass jemand die Idee hatte, den Rekordweltmeister Michael Schumacher in dem Spot zu überholen. Mika Häkkinen sollte das machen. Dass man dann mit Franz Beckenbauer noch einen drauf gesetzt hat, ist sicher nicht nur für den deutschen Markt ein Homerun. Regisseur ist wie schon 2007 bei dem Spot mit Lewis Hamilton und Fernando Alonso, Tarsem Singh, der seit seinem bei den MTV Music Awards 1991 ausgezeichneten Video zu dem R.E.M. Welthit Losing My Religion auch in den Fokus der Werbewelt gerückt ist. Aber schaut selbst, falls ihr Weihnachtsbedingt noch nichts davon mitbekommen habt. Ach so: Die uralte Wedelhymne „Zwei Spuren im Schnee“, gesungen von Vico Torriani, schafft es zwar sicher nicht unter die Top 10.000 meines musikalischen Schreiberkollegen Jan (ha ha ha, ich hoffe, du bekommst keinen Schock, Jan), ist aber einfach genial für das Produkt und die Kernzielgruppe. Ich liebe es, federleichte und intelligente Werbung vorgesetzt zu bekommen, an der man nichts mehr verbessern kann. Well Done, Guys!
Lange hat es Fendi Men nicht gegeben: Im Sommer 2008 war die letzte Männer Show des italienischen Labels – Danach gabs nichts. Nur noch Accessoires. Eigentlich schade, wie ich finde.
Im Januar wird in Mailand nun wieder eine Fendi Männerkollektion gezeigt – allerdings eher eine Präsentation als eine Show, wie der Geschäftführer Michael Burke nun mitteilte.
Nach dem Klick noch ein paar mehr Bilder der Show aus dem Jahre 2008, die hoffen lassen, das groartiges auf uns zukommt
Wer dachte, dass er alle Superhelden kennt, der hat die Rechnung ohne den Wirt bzw. Diesel gemacht: Das italienische Label bringt Dr. Score, Supperman, Iron Boy und Mr. Naker ins Spiel, die natürlich alle mit Superkräften ausgestattet sind – Dr. Score hat zum Beispiel (Achtung, jetzt wird es zotig) Extrabälle. Manchmal frage ch mich, wer die Zielgruppe von derlei Werbung ist.
Wer wissen möchte, welche Kräfte die anderen Superhelden haben und was sie unter ihren 60s-Batman-esquen Anzügen tragen, sieht es nach dem Klick














